Papier Akten Büro
Bild: Colourbox

Wie Sie im Büro Druckkosten sparen

Von Susanna Sailer

Vom papierlosen Büro kann bei vielen von uns keine Rede sein – schon aus rechtlichen Gründen nicht. Aber es lohnt sich, ein paar Spartipps zu befolgen. Ressourcenschonendes Arbeiten schont die Umwelt und Ihr Budget.

Ausdrucke und Kopien sind ein ständiger Begleiter des Büroalltags. Aber immer sinnvoll sind sie kaum. Hinterfragen Sie Ihr Tun. Oft sind Ausdrucke unnötig und können durch elektronische Alternativen (PDF, USB-Sticks, Clowd-Lösungen) ersetzt werden. Bedenken Sie: Druckertinte gehört zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt. Es schadet nicht, jedes Mal vor dem Anklicken des Druckersymbols kurz innezuhalten und sich zu fragen: „Brauche ich den Papierausdruck wirklich?“

Kleine Einstellungen – große Wunder. Nicht jeder Ausdruck ist in hoher Qualität notwendig. Im Spar- oder Entwurfsmodus (zu finden bei den Druck-Einstellungen unter Eigenschaften) werden weniger Punkte pro Buchstabe gedruckt, damit dauert es länger, bis sich die Kartusche leert. Gerade bei Probedrucken, die letztendlich sowieso im Papierkorb landen, bietet sich diese Option an. Wer aber glaubt, dass der Graustufen-Druck auch in den Sparmodus fällt, der irrt. Grautöne entstehen durch die Überlagerung aller Farbtöne und sind damit am kostspieligsten.

Sparsame Schriftarten. Ein amerikanischer Schüler stellte fest, dass sich der Tintenverbrauch um 24 Prozent reduziert, wenn man statt der Schriftart „Times New Roman“ den Typ „Garmond“ verwendet. Die Buchstaben sind schmäler und benötigen weniger schwarze Farbe. Ein Nachteil bietet sich dadurch nicht.  „Garamond“ ist genauso leserlich und hat alle notwendigen Zeichen, Umlaute oder Akzente. Auch die Schriftart „Century Gothic“ ist sparsam. Am besten ist es also,  eine der beiden Schriftarten im Word als Standardschriftart festzulegen.

Schriftarten, die sie hingegen nicht wählen sollten, da sie besonders viel Tinte und Toner verbrauchen, sind „Arial“, „Trebuchet“ und „Tahoma“.

Das Papier. Es ist ein Fehler zu glauben, dass billiges Druckerpapier beim Kostensparen hilft. Billiges Papier besitzt oft eine hohe Saugkraft und das verbraucht viel mehr Toner beim Druck: Hohe Qualität des Druckerpapiers zahlt sich aus.

Schwarz-Weiß drucken. Die meisten farbigen Seiten lassen sich auch in Schwarz-Weiß ausdrucken. Diese Methode ist viel kostengünstiger. Ändern Sie die Standard-Druckeinstellung einfach auf schwarz/weiß. Sollten Sie doch einen Farbdruck benötigen, können Sie die Änderung im Druckmenü vornehmen.

Auszüge auswählen. Es ist nicht immer notwendig, eine ganze Datei auszudrucken. Oft genügen bestimmte Seiten. Bei den meisten Druckeinstellungen können Sie die genaue Seite wählen.

Beidseitig drucken. Eine große Menge an Druckerpapier lässt sich mit der Option Duplex-Modus sparen. Hierbei werden beide Seiten eines Blatts bedruckt.

Zwei Seiten auf einer Seite. Hierbei wird zwar die Druckansicht verkleinert, ist aber immer noch gut leserlich und übersichtlich.

Drucken Sie nicht zu selten. Das klingt im ersten Moment merkwürdig, hat aber einen Grund: Druckerpatronen und Druckköpfe können bei langen Pausen eintrocknen. Es kann passieren, dass Sie nach längeren Pausen eine schlechte Druckqualität haben oder die Patronen völlig eingetrocknet sind. Drucken Sie daher in regelmäßigen Abständen und überprüfen Sie Ihre Verbrauchsmaterialien.

Letzte Reserven nutzen. Sollte das Warnprogramm des Druckers signalisieren, dass die Farbe zur Neige geht, sind trotzdem noch ausreichend Reserven vorhanden. Durch mehrmaliges Schwenken der Kartusche bzw. der Tintenpatrone können letzte Reste mobilisiert werden. Nicht selten sind trotz Warnlampe noch mehr als  50 Ausdrucke möglich.

Alte Blätter nicht sofort wegwerfen.  Verwenden Sie Fehldrucke und die leeren Rückseiten von alten Ausdrucken als Notizpapier.

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