Beim Buchen von Geschäftsreisen sind Reisebüros wieder mehr gefragt
Bild: Colourbox

Reisebüros bei Geschäftsreisen wieder gefragt

Laut WdF-Mobilitätsstudie wirkt sich die Terrorgefahr vermehrt aus.

WIEN. Wenn es um das Buchen von Geschäftsreisen geht, dann haben vor allem bei Flugreisen die in der Vergangenheit sehr populären Buchungen auf Online-Plattformen deutlich abgenommen – nämlich von 21 Prozent im Jahr 2015 auf nur mehr zwölf Prozent im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Mobilitätsstudie des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) hervor, die diese Woche in Wien präsentiert wurde.

Auch bei den Hotels sind die Anteile dieser Buchungsvariante deutlich zurückgegangen (von 32 auf 23 Prozent). Rund die Hälfte aller Flugreisen wird über ein Geschäftsreisebüro oder dessen Plattform gebucht, bei den Hotels sind es bereits mehr als 40 Prozent. Für 59 Prozent der für die Studie 242 befragten Führungskräfte ist die Möglichkeit, persönliche Rei- seinformationen über mobile Endgeräte abzurufen, sehr wichtig.

Irene Kothbauer, Österreich-Managerin des Geschäftsreisespezialisten Carlson Wagonlit Travel (VWT), sieht folgende Gründe für die Zunahme der Buchungen: Zum einen sei ein einziger Ansprechpartner für alle Komponenten der Reise wirtschaftlicher, weil zeitsparender. Denn das Angebot und die Tarife würden immer komplexer werden. Zudem gäbe es Technologien, wie bei CWT etwa eine kostenlose App, die wichtige Reiseinformationen und Reiseplanänderungen jederzeit aufzeige.

Auto bleibt die erste Wahl

Im Schnitt verbrauchten die Führungskräfte knapp unter 60 Reisetage. Vor drei Jahren waren es deutlich mehr. Im Vergleich zu den Vorjahren hat das Flugzeug bei Auslands-, aber vor allem bei Inlandsreisen, deutlich verloren. Erste Wahl bei Inlandsreisen bleibt das Auto – mit steigender Frequenz. Die Bahn kann bei Auslandsreisen leicht zulegen, die Inlandsanteile sind hingegen etwas gesunken.

Die unsichere Lage, die sich durch Terror bzw. Terrorgefahr ergeben hat, hat auch deutliche Spuren im Reiseverhalten hinterlassen. Immerhin ein Drittel der Führungskräfte hat daraus im abgelaufenen Jahr Konsequenzen gezogen. 29 Prozent der Befragten haben zuletzt bestimmte Destinationen gemieden, immerhin jeder Vierte gab an, Reisen durch Telefonate zu ersetzen. Jede elfte Führungskraft verschiebt Reisen lieber zu bestimmten Zeitpunkten.

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