Regen Badetag Sandra
Bild: Alois Litzlbauer (APA/EPA/INTERPOL/HANDOUT)

Wochenende: So entspannen Sie richtig

Von Susanna Sailer

Erholung am Wochenende? Weit gefehlt! Hausarbeit, Pflichtbesuch bei Schwiegermama, Einkaufen - es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Hier ein paar Tipps zum Ausbrechen.

"Ihr gewünschter Teilnehmr ist derzeit nicht erreichbar": Bei kaum einem Gerät liegen Fluch und Segen so nahe beieinander wie beim Smartphone. Natürlich ist es schön, mit anderen in Kontakt zu bleiben. Andererseits bleiben wir damit auch dann in Kontakt, wenn wir es gar nicht wollen - zum Beispiel für den Vorgesetzen am Wochenende. Häufig hilft da zur echten Entspannung nur eines: Das Handy abschalten (das gilt natürlich nur dann, wenn Sie keinen Bereitschaftsdienst haben). Sie werden überrascht sein, wie viele angeblich wichtige Ersuchen auch bis Montag Zeit haben oder sich bis dahin von selbst erledigt haben.

Einkauf ja, aber nicht am Wochenende: Staus bei den Ein- und Ausfahrten zum Shoppingcenter, Gedränge vor den Regalen, lange Warteschlangen an den Kassen - der Einkauf am Wochenende kann richtig in Stress ausarten. Denn die Idee, am Samstag einkaufen zu gehen, hat man nicht allein für sich gepachtet.Stellen Sie sich besser gegen den Herdentrieb. Gehen Sie stattdessen bereits unter der Woche einkaufen. Oder bestellen Sie übers Internet und lassen Sie sich die Lebensmittel zu Ihnen nach Hause liefern.

Nein sagen: Fällt es Ihnen schwer, Termine abzusagen und sich die Wochenenden wirklich frei zu halten? Machen Sie sich klar: Das Wochenende gehört Ihnen, denn auch Sie haben ein Recht auf Zeit! Lernen Sie, Nein zu sagen und setzen Sie Grenzen. Lassen Sie sich nicht Dinge aufbürden, die Sie nicht interessieren. Eine Absage lässt sich beispielweise so formulieren: "Danke, dass Sie da an mich gedacht haben, aber ich muss leider ablehnen. Aber Sie finden sich jemanden anderen für diese Aufgabe" 

Prioritäten setzen:  Menschen, die Wichtiges von Unwichtigem nicht trennen können, fühlen sich ständig "irgendwie unrund". Tipp: Tragen Sie - idealerweise schon am Freitagabend - alle noch offenen Punkte in Ihren Kalender ein und ordnen Sie die Dinge nach Priorität. Auch das, was erst in der nächsten Arbeitswoche Zeit braucht. Aber Vorsicht: Planen Sie nicht mehr als fünf Aufgaben pro Tag ein, sonst bringt das wenig.

Hobbys schaffen Ausgleich:  Gerade wenn die Arbeit unter der Woche  stressig war, fällt das Abschalten besonders schwer. Dann hilft ein Hobby, das die gesamte Aufmerksamkeit beansprucht. Wer Tag für Tag vor dem Computer sitzt, strapaziert Augen, Rücken und Handgelenke. Da ist es kontraproduktiv, auch am Wochenende stundenlang im Internet zu surfen.Körper und Geist brauchen dann Bewegung. Und während es den meisten gut tut, am Feierabend soziale Kontakte zu pflegen, gilt das für viele Berufstätige nicht, die in ihrer Arbeit ständig auf andere Menschen eingehen müssen.

Ruhe gönnen: Verplanen Sie nicht jede einzelne Minute, sondern nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst - in Ruhe und ganz alleine. Wer sich bewusst solche Auszeiten zum Relaxen sucht, genießt das in vollen Zügen, kommt auf frische Ideen und gewinnt neue Kraft. Aber das ist besonders schwierig umzusetzen,  wenn die Arbeit nur ein Teil des stressigen Alltags mit Arbeit, Haushalt und Kindern ist. Oft stellt sich in so einer Situation das Gefühl ein, gar nichts mehr selbst bestimmen zu dürfen. Warum nicht einmal einen Babysitter engagieren oder die Omas und Opas einspannen? Auch andere sogenannte Wohlfühlkiller sollten Sie samstags und sonntags vermeiden: Putz- und Hausarbeiten aller Art. Opfern Sie dafür lieber einmal einen Abend unter der Woche.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende wünscht karriere.nachrichten.at!

 

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