Bild: privat

Burgkirchner-Burger gehen auf Tour

Von Angelika Hanslmayr

Mit ihrem "Burger-Foodtruck" beliefert die Familie Kronberger Feiern im ganzen Innviertel.

Die Mitglieder der Familie Kronberger aus Burgkirchen sind bereits "alte Hasen", wenn es um die Direktvermarktung ihrer Produkte ab Hof geht. Bereits seit 1995 verkaufen sie ihr Rindfleisch direkt von ihrem Betrieb aus. Dennoch hat sich im Familienunternehmen in den letzten 20 Jahren einiges verändert. Neuester Streich von Juniorchef Stefan Kronberger: Der "Burger-Foodtruck", mit dem er seit vergangenem Herbst durchs Innviertel tourt und das hochwertige Fleisch der Angusrinder aus Burgkirchen einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt. "Ich führe die Landwirtschaft seit 2010 hauptberuflich, da habe ich natürlich auch einiges geändert und frischen Wind reingebracht", erzählt der HTL-Absolvent, wie er die elterliche Landwirtschaft vom Hobby zum Beruf machte.

Eigener Schlachtraum

"Als erstes habe ich an den Hofladen einen eigenen Schlacht- und Zerlegeraum angebaut. Das war mir wichtig", sagt Kronberger über die Prioritäten in seinem Betrieb. "Dadurch ersparen wir den Tieren viel Stress. Wir brauchen keinen Transport zum Schlachthof und haben keinen Zeitdruck, sondern können das Fleisch so lange wie nötig reifen lassen. Die Stressreduktion wirkt sich auch auf die Fleischqualität aus. Das haben die Kunden gleich nach der Umstellung auf Hofschlachtung bemerkt", so der ehemalige Heeressportler, der seinen Berufswechsel noch keine Sekunde bereut hat. Und das, obwohl er als Vollerwerbslandwirt von einer 40-Stunden-Woche nur noch träumen kann. Am Hof hilft die ganze Familie zusammen, sonst wäre das Arbeitspensum kaum zu schaffen. 200 Rinder, davon 60 Angusrinder, leben in Burgkirchen und auf den Weideflächen in Altheim und Gmunden. Das Fleisch, das im Hofladen und im Burger-Foodtruck verkauft wird, stammt ausschließlich von der schottischen Rinderrasse. "Die Angusrinder wachsen langsamer, das Fleisch ist feinfasriger und von höherer Qualität", erklärt Stefan Kronberger. "Wir schlachten einmal im Monat und haben 95 Prozent Stammkunden. Die kennen und schätzen unsere Ware", ergänzt Ehefrau Sabrina Kronberger. Sie ist gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter für den Verkauf im Hofladen zuständig und auch für die Vorarbeit, wenn der Foodtruck wieder auf Reisen geht.

Fokus auf Regionalität

Mit ihm hat sich das Ehepaar einen Traum erfüllt. Der Foodtruck ist für Events jeglicher Art zu buchen. Geburtstagsfeiern, Hauseinweihungen, Firmenfeiern oder Märkte stehen auf dem Programm und das mittlerweile an fast jedem Wochenende. "Meistens gibt es ja nur Hendlbrater oder Würstl. Da war der Burger-Foodtruck eine echte Marktlücke. Wir servieren Angus-Burger mit Pommes in verschiedenen Variationen, Extrawünsche sind natürlich auch immer möglich", so der 30-jährige Landwirt.

Regionalität steht auch hier im Vordergrund, die Burgersaucen macht Sabrina Kronberger selbst, das Brot für die Burger stammt von der Uttendorfer Bäckerei Kraxenberger. Verbreitet hat sich der gute Ruf des Burgkirchner Foodtrucks vor allem über Mundpropaganda und Social Media Kanäle. "Ich könnte mir einen zweiten Wagen schon vorstellen, aber dann müssten wir Personal anstellen. Irgendwann geht es allein nicht mehr. Auch ein fixer Standplatz unter der Woche, in der Nähe von größeren Firmen während der Mittagspause wäre denkbar", plant Stefan Kronberger bereits in die Zukunft. "Und ich muss ihn dann ab und zu ein bisschen bremsen und schauen, dass die Pläne auch realisierbar bleiben", fügt Ehefrau Sabrina hinzu.

Näheres im Internet unter angus-beef.at

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