Infineon Austria GeschŠftsjahr 2017:Rekordumsatz und Erweiterung an allen F&E-Standorten
Bild: fineon Technologies Austria AG/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Infineon Österreich baut aus

220 neue Jobs in Linz.

Die Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich, Sabine Herlitschka, hat gestern nicht nur eine erfreuliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2016/17 vorgelegt, sie hat auch die Pläne des Unternehmens präsentiert, von denen auch die Linzer Tochter Dice stark profitieren wird.

Mittelfristig sollen in Österreich 860 neue Jobs in Forschung und Entwicklung geschaffen werden, davon 350 am Hauptsitz in Villach, 290 in Graz und 220 in Linz. "Wir bereiten uns auf künftiges Wachstum vor", sagte Herlitschka bei einer Pressekonferenz in Wien.

Auch die Linzer Tochter Dice hat Großes vor. Derzeit beschäftigt das 1999 gegründete Unternehmen 120 Mitarbeiter. Bald soll mit einem neuen Gebäude Platz für zusätzliche 220 Arbeitsplätze geschaffen werden, sagt Dice-Geschäftsführer Stefan Rohringer im Gespräch mit den OÖNachrichten. Die Sache mit dem neuen Gebäude soll noch vor Weihnachten fixiert werden, bis dahin könne er keine Details nennen. "Wir bleiben aber auf jeden Fall in Linz", sagt Rohringer.

Dice entwickelt Hochfrequenz-Radarchips für die Autoindustrie, die bei Infineon gefertigt werden. Die Chips liefern Informationen vor allem für die Abstandsmessung. War die Technik bis vor wenigen Jahren der Auto-Oberklasse vorbehalten, geht sie jetzt in die Breite.

Es sei zwar eine Herausforderung, 220 hochqualifizierte Leute innerhalb von zwei Jahren zu finden, Rohringer ist aber zuversichtlich. "Was wir machen, ist für Spezialisten aus aller Welt eine höchst attraktive Aufgabe." Man führe auch Studierende durch Diplom- und Doktoratsarbeiten an das Unternehmen heran.

200 Jobs ausgeschrieben

Auf der Suche nach geeignetem Personal ist das gesamte Unternehmen. Derzeit seien 200 Jobs bei Infineon ausgeschrieben, sagte Vorstandschefin Herlitschka. Die Regierung solle alles unternehmen, um die Zahl der Absolventen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) anzuheben.

Infineon Österreich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 38 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro steigern können. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um elf Prozent auf 176,5 Millionen Euro. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand stieg um vier Prozent auf 428 Millionen Euro. Infineon Österreich beschäftigt derzeit 3785 Mitarbeiter. 

Infineon Technologies

Die Infineon Technologies AG ist 1999 durch die Ausgliederung des Halbleiterbereiches aus der Siemens AG entstanden. Seit 2000 ist das Unternehmen börsenotiert. Infineon Österreich hat den Hauptsitz in Villach und hat Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Wien und Linz. Die oberösterreichische Tochter, Dice, ist eine Ausgründung der Linzer Universität und ist seit 2000 ein Tochterunternehmen von Infineon Österreich.

Bitte Javascript aktivieren!