CEO Eveline Pupeter
Bild: emporia // Emporia-Chefin Eveline Pupeter

Emporia steigt in den Markt für Smartphone-Apps ein

Linzer Hersteller will mit Software das Bedienen eines Handys erleichtern – Präsentation beim Mobile World Congress in Barcelona.

Auf der größten Handy-Messe der Welt, der Mobile World Congress in Barcelona, treffen sich jedes Jahr die wichtigsten Vertreter der Branche und präsentieren ihre Neuheiten.

Mit dabei ist heuer auch Emporia aus Linz. Das Unternehmen stellt nicht nur ein neues Handy vor, sondern hat auch erstmals eine App im Gepäck. Die "Mach-dein-Handy-einfach-App" soll das Bedienen eines Smartphones für ältere Menschen und digitale Neueinsteiger erleichtern. Die Software verändere die Oberfläche eines Smartphones und räume mit unübersichtlichen Darstellungen und komplizierten Menüpfaden auf, heißt es. Die App funktioniere bei fast allen Smartphones, ob Samsung, Huawei oder anderen, behauptet Emporia. Erhältlich ist die App im Google-Play-Store. Zusätzlich ist es möglich, ein Trainingsbuch im Fachhandel zu erwerben.

"Ich bin überzeugt, dass diese App die Smartphone-Welt vieler älterer Menschen revolutionieren wird", wird Eveline Pupeter, Geschäftsführerin und Eigentümerin von Emporia, in einer Aussendung zitiert. Man habe es geschafft, die Displays nahezu aller Smartphones mit dem Betriebssystem Android aufzuräumen. Zwar würden viele Hersteller einen Einfach-Modus anbieten, doch dieser scheitere ab der zweiten oder dritten Bedienungsebene, sagt Pupeter. Das sei bei Emporia nicht der Fall.

Samsung vor Apple und Huawei

Neben der App stellt das Unternehmen das emporiaSMART.2 vor, ein "Wischhandy für Menschen im Alter von 50+". Auch für Smartphone-Einsteiger sei es geeignet.

Emporia peilt im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 (per 30. Juni) einen Umsatz von 30 Millionen Euro an und will 600.000 Mobiltelefone absetzen. Das Unternehmen beschäftigt 100 Mitarbeiter.

Auf dem Weltmarkt zählt Emporia zu den kleineren Anbietern. Der größte ist Samsung. Die Südkoreaner verkauften im Vorjahr laut Marktforschern rund 320 Millionen Handys. Nummer zwei ist Apple mit rund 215 Millionen Geräten. Huawei folgt auf dem dritten Platz mit 153 Millionen Smartphones. Der Konzern hat als Ziel ausgegeben, Apple überholen zu wollen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1,5 Milliarden Smartphones weltweit verkauft. 85,9 Prozent laufen mit Googles Betriebssystem Android, 14 Prozent mit Apples iOS-System. Damit füllen beide Plattformen 99,9 Prozent des Marktes aus. Die 0,1 Prozent dürften auf Samsungs hauseigenes Tizen-System gehen.

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