Bild: Hofer // So soll das Innovationszentrum „Alpha Retail Network“ in Eberstalzell aussehen

Handels-Konzern Hofer baut Innovationszentrum

Von Hermann Neumüller

Bestehende Halle in Eberstalzell wird bis Herbst umgebaut, der Standort wird künftig als Bildungs- und Forschungseinrichtung genutzt.

Der Einzelhändler Hofer baut in Eberstalzell ein Innovationszentrum. In den nächsten Monaten soll eine bestehende Halle mit 16.000 Quadratmetern zu einer "Begegnungszone der besonderen Art" umgebaut werden, hieß es gestern in einer Aussendung des Handelskonzerns.

"Der Standort von Hofer wird künftig als Bildungs- und Forschungseinrichtung genutzt", wird Hofer-Generaldirektor Günther Helm in der Aussendung zitiert. Wie viel das Unternehmen in den Umbau investiert, wurde nicht mitgeteilt.

Kooperation mit FH Oberösterreich

Hofer will in diesem Innovationszentrum mit dem Land und der Fachhochschule Oberösterreich kooperieren. "Uns ist immer die Vernetzung von Forschung, Bildung und Wirtschaft wichtig", sagt Franz Staberhofer, Leiter des Logistikums in Steyr. Dort wird es ab Herbst zwei neue Studiengänge im Bereich Retail-Logistik geben. Zum einen "Digitales Transport- und Logistik-Management". Ein zweiter Studiengang, der in Entwicklung ist und "Retail Innovation Management" heißen soll, will sich mit Auswirkungen neuer Technologien und Trends für den Lebensmittelhandel auseinandersetzen.

Hofer habe schon in den vergangenen Jahren stark in den Bereich Digitalisierung investiert. Spezielle Angebote könnten schon jetzt zu Hause bestellt und bezahlt werden. Hofer habe in den nächsten Jahren in diesem Bereich noch viel vor. So soll die "personalisierte Ansprache über alle Kommunikationskanäle hinweg ebenso neu beleuchtet werden wie die Themen Automatisierung und Vernetzung auf der gesamten Lieferkette", heißt es in der Aussendung.

Der stationäre Handel kommt durch Online-Anbieter stärker unter Druck. Eine Antwort auf die Herausforderung von Amazon & Co. müssen die Einzelhändler erst finden. Das Potenzial ist durchaus da. Das Investment von Hofer in Eberstalzell kann als Antwort auf diese Herausforderung gesehen werden.

Forschungsbilanz der FH Oberösterreich

Im Vorjahr hat die Fachhochschule (FH) Oberösterreich Forschungs & Entwicklungs GmbH den Umsatz um 13,5 Prozent auf 19,86 Millionen Euro steigern können. „Mehr als 600 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft profitierten vom Know-how der FH-Forscher“, sagte gestern Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl bei der Präsentation der FH-Bilanz. An den vier Fakultäten der FH OÖ wurde an 409 Projekten gearbeitet. Sowohl in der angewandten Forschung als auch in der Auftragsforschung konnte der Auftragsstand auf 37,3 Mio. Euro gesteigert werden, sagte FH-Geschäftsführer Gerald Reisinger. Derzeit arbeiten 229 Mitarbeiter in der FH-Forschung & Entwicklung.

Bitte Javascript aktivieren!