Bild: FACC // Der Luftfahrtzulieferer FACC hat das Betriebsergebnis nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2017/18 auf 48,3 Mio. Euro fast verdoppelt.

Luftfahrtzulieferer FACC verdoppelte Ergebnis

FACC ist im Aufwind: Der Innviertler Luftfahrtzulieferer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende Februar) Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Das sei auf die „stabile Entwicklung der Luftfahrzeugindustrie und die Erhöhung der Fertigungsraten wesentlicher Flugzeugprogramme“ zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Ried im Innkreis gestern, Mittwoch, mit. Vorstandsvorsitzender Robert Machtlinger betonte auch das „effiziente Kostenmanagement“.

Konkret hat der börsennotierte Flugzeugteile-Hersteller das Betriebsergebnis (Ebit) um 93,1 Prozent auf 48,3 Millionen Euro gesteigert – also beinahe verdoppelt. Nach Berücksichtigung von Sondereffekten machte das Plus sogar 152,8 Prozent aus. Der Umsatz stieg um 6,4 Prozent auf 750,7 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um vorläufige, ungeprüfte Zahlen.

Laut FACC sind im vergangenen Geschäftsjahr in allen Segmenten bedeutende Neuaufträge fixiert worden – insgesamt im Ausmaß von 750 Millionen Euro. Die Auftragsrücklage erhöhte sich dadurch auf 5,9 Milliarden US-Dollar (4,79 Milliarden Euro).

Beispiele für Großaufträge: Anfang Februar wurde bekannt, dass sich FACC einen Großauftrag aus Kanada gesichert hat. Die Innviertler stellen für das Luft- und Raumfahrtunternehmen Pratt & Whitney Rotorblatt-Gehäuse für Triebwerke her. Der Auftragswert soll sich Branchenkennern zufolge auf rund 100 Millionen Euro belaufen.

Investitionsoffensive gestartet

Im September 2017 gab FACC einen der drei größten Einzelaufträge in der Firmengeschichte bekannt: Die Innviertler entwickeln und erzeugen die Gepäckablagen und Deckenpaneele für die neuen A320-Flugzeuge des europäischen Airbus-Konzerns. Der Vertrag sieht ein Liefervolumen von mindestens 500 Millionen Euro vor, über zehn Jahre verteilt.

Auch eine Investitionsoffensive über 100 Millionen Euro hat im abgelaufenen Geschäftsjahr begonnen. FACC entwickelt damit neue Produkte, Technologien und Prozesse. Der Fokus liegt auf den Standorten Reichersberg und Ort. FACC hat fünf Werke in diesen beiden Gemeinden sowie in St. Martin und in Ried selbst.

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