Wie sich der Arbeitsplatz an die Mitarbeiter anpasst
Bild: TOMLECHNER

Wie sich der Arbeitsplatz an die Mitarbeiter anpasst

Von Daniela Ullrich

Symbios entwirft Arbeitswelten, die Mitarbeiter zufriedener und auch motivierter machen.

 "Unternehmen beginnen zunehmend, Führung, Organisation und Zusammenarbeit neu zu denken", sagt Symbios-Geschäftsführer Christian Vieira dos Santos, der zusammen mit seinem Geschäftspartner Jürgen Holler einzigartige Arbeitsumfelder, wie zum Beispiel bei Runtastic und dem Personalvermittler epunkt, gestaltet.

Warum ein gewisses "Wohlfühlambiente" Mitarbeiter eher im Unternehmen hält und warum ein optimales Arbeitsumfeld auch Kreativität sowie Produktivität fördert, erklärt der gebürtige Grieskirchner im Gespräch mit den OÖN.

OÖNachrichten: Wie hat sich denn der Stellenwert des Arbeitsplatzes verändert?

Vieira dos Santos: Früher waren Büroplätze sehr stark von Kosten und Effizienz getrieben. Es gab Standardmöbel im Standarddesign, um Arbeitsmittel wie Computer zu nutzen, die den Mitarbeitern zu Hause nicht zur Verfügung standen. Heute rückt die Frage: "Wie schaffe ich Arbeitsumfelder, die nicht nur das Nötigste an Infrastruktur bieten, sondern auch gute Mitarbeiter an mich binden?" stark in den Vordergrund. Kreativität und Zusammenarbeit sollen im Austausch so passieren, dass die Grenzen zwischen Privatem und Arbeit verschwimmen. So macht Arbeit Spaß.

Die Arbeit als Wohlfühloase?

Miteinander lachen, gemeinsam etwas leisten und Herausforderungen bewältigen – das wird bei den neuen Arbeitsumfeldern gefördert. Working-Cafés und Spielzonen sind Flächen, wo man zufällige Begegnungen unter Mitarbeitern passieren lässt, damit sie sich dort informell austauschen können. Früher hieß es "Das klärt ihr aber privat". Heute fördert man dies bewusst, weil man weiß, wenn sich Menschen verbinden und miteinander Spaß haben, dann fördert das eine zielführende Unternehmenskultur.

Was versteht man darunter?

Hardware und Software müssen zusammenpassen. Es reicht nicht, einen Tischfußball aufzustellen, wenn die Kultur nicht dazu passt. Bei unseren Projekten stellen wir das sogenannte "Co-Design" in den Vordergrund. Es geht darum, das Arbeitsumfeld Raum, Kultur und Technologie, also alles, was ich brauche, um gut arbeiten zu können, gemeinsam mit der Organisation, dem Management und den Mitarbeitern zu erarbeiten.

Wie schaffen es die Unternehmen, diesen Ansatz aufzugreifen und umzudenken?

Das ist ein langer Lernprozess, worauf sich das Unternehmen auch einlassen muss. Standard Management und Raumkonzepte sind nicht mehr zeitgemäß. Die Umsetzung der Organisation und der Unternehmenskultur ist sehr individuell. Jedes Unternehmen muss dabei seinen eigenen Weg finden. Das kann man auch nicht alleine machen, sondern nur im Miteinander.

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