Ulrike Rubasch
Bild: OÖN

50 plus – und abserviert?

Von Ulrike Rubasch

Frau W. aus Linz ist erfahrene Büroangestellte, 53 Jahre alt und sucht schon lange verzweifelt und frustriert einen Job, wie sie den OÖNachrichten schreibt. Immer wieder erreichen ähnliche Mails die Karriere-Redaktion. Sie sind Ausdruck eines lange unterschätzten Problems: Während das gesetzliche Pensionsalter (zu Recht) nach oben geschraubt wird, sind zu wenig Jobs für Ältere vorhanden beziehungsweise werden diese mit Jüngeren besetzt.

Mehr als 50.000 Menschen in Österreich über 50 Jahre sind länger als ein Jahr arbeitslos. Insofern ist die "Aktion 20.000", bei der die öffentliche Hand die Gehälter für gemeinnützige Jobs dieser Gruppe übernimmt, zu begrüßen. Allein in Oberösterreich sollen so 2000 ältere Arbeitslose wieder in Beschäftigung gebracht werden. Damit wird zumindest das Problem thematisiert, wenngleich der Erfolg der Aktion alles andere als gewiss ist.

Viel wichtiger ist, dass die Betriebe bei der Personalsuche Ältere nicht von vornherein ausschließen. Viele Firmen suchen derzeit wegen des aktuellen Konjunkturaufschwungs neue Mitarbeiter – eine gute Gelegenheit, der Generation 50 plus neuen Karriereaufschwung zu geben.

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