Sigrid Brandstätter
Bild: OÖN

Neue Wege im Recruiting

Von Sigrid Brandstätter

Der Mangel an naturwissenschaftlichen und technischen Spezialisten ist längst Fakt. Interessant ist, wie heimische Unternehmen mit dieser Verknappung umgehen. Ein besonders kreatives Beispiel liefert der Industrie- und Autozulieferer Miba. Zum einen wurde der geografische Radius entscheidend vergrößert: In der Slowakei, wo der Zulieferer zwei Werke mit 1700 Mitarbeitern betreibt, werden Fachkräfte für Laakirchen gesucht.

Vor drei Jahren wurde außerdem ein Engineering Center in Pune in Indien gegründet. Inzwischen arbeiten zwei Dutzend SAP-Spezialisten und IT-Experten dort für Miba. Diese wurden binnen weniger Monate an Bord geholt: Aus einer Datenbank mit zwei Millionen Kandidaten wurden 200 passende Profile gefiltert. Mit 20 Personen ging man in einen Bewerbungsprozess, zehn wurden angestellt und über zwei Monate in Österreich eingeschult. Das Ganze habe nicht länger als ein halbes Jahr gedauert. Arbeitsplätze in der heimischen IT-Abteilung soll das nicht kosten, betont man bei der Miba.

Noch eine ganz andere Aktion passt ins Bild: Im Sommer werden Kinder von Mitarbeitern betreut – in der Produktion. Spielerisch wird Lust auf Technik gemacht. Ob das hilft, später die nötigen Techniker zu bekommen, wird sich allerdings erst langfristig zeigen.

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