Sigrid Brandstätter
Bild: OÖN

Angriff auf Expats

Geschafft! Die neue Wohnung ist bezogen. Schnell ein Foto auf Facebook oder Instragram, damit die Freunde in der Heimat sehen, mein Auslandsaufenthalt ist keine Strafexpedition, sondern eine Wohnung mit fantastischer Aussicht.

Schon mit diesem Bild können Internet-Betrüger viel anfangen. Über Metadaten, die das Foto enthält, können die GPS-Koordinaten des Aufnahmeortes festgestellt werden. Kombiniert mit dem – natürlich aktualisierten – Xing oder LinkedIn-Profil bekommt ein Angreifer ein recht gutes Bild über sein potenzielles Opfer. Dazu ein E-Mail-Absender oder eine Behörden-Telefonnummer vorgetäuscht, damit sind die besten Voraussetzungen für einen "Immigration-Fraud" gegeben. Das heißt, Internetbetrüger haben es neuerdings auf Expats abgesehen. (Siehe auch Bericht hier)

Sie beobachten ihre Opfer einige Zeit, dann nehmen Sie über E-Mail oder Telefon Kontakt auf und behaupten, die Zielperson habe nicht alle Einreiseformalitäten korrekt erledigt. Es sei binnen 48 Stunden eine Strafe zu bezahlen, sonst drohe die Verhaftung oder Ausweisung. Bisher hatten die Betrüger damit guten Erfolg, weil man nicht gern zugibt, auf diesen Trick hereingefallen zu sein. Mit Bekanntwerden der Masche sollte das vorbei sein.

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