Frau mit Bewerbungsmappe
Bild: Erwin Wodicka

Mehr Profis am Werk

Von Sigrid Brandstätter

Das ist eine gute Nachricht für Kandidaten wie Personalverantwortliche: Der Bewerbungsprozess wird zunehmend professioneller.

Zwar gibt es noch immer Firmen, die sich mit Antworten an die Kandidaten über Gebühr Zeit lassen. Aber diese werden durch jene Mechanismen bestraft, die auf dem Bewerbermarkt genauso funktionieren wie anderswo auch: Die Kandidaten sagen anderswo zu und sind für die Langsamen verloren.

Die Professionalisierung bestätigt etwa auch die Best-Recruiters-Analyse. Der in vielen Branchen fehlende Nachwuchs lehrt die Firmen, sorgfältig mit jenen umzugehen, die sich für ihr Unternehmen interessieren. So wird es potenziellen Neuzugängen so einfach wie möglich gemacht, sich zu bewerben.

Diese Professionalisierung ist aber nur möglich, weil immer bessere Software den Bewerbungsprozess unterstützt. Programme, die Lebensläufe und Jobanforderungen virtuell übereinanderlegen und die Passendsten voraus wählen, sind ein Beispiel. Ein weiteres ist ein Stimmanalyse-Programm. Dabei telefonieren Bewerber mit einem Computer, der in einem 15-Minuten-Interview wesentliche Persönlichkeitsmerkmale des Bewerbers herausfinden will. Das soll objektivieren – klingt jedoch nicht für alle reizvoll.

Personalisten sind aber soweit Profis, um zu wissen, dass das persönliche Gespräch mit den Kandidaten durch kein Professionalisierungswerkzeug der Welt zu ersetzen ist. Das beste Gspür haben noch immer Menschen aus Fleisch und Blut.

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