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Neue Wege einschlagen

Die Konjunktur zieht an, die Firmen suchen vermehrt Personal. Damit rücken die Dauerprobleme bei der Einstellung von zusätzlichen Kräften verstärkt ins Blickfeld. Diese Woche haben etliche Experten bekannte Vorgangsweisen hinterfragt. Das beginnt bei Stelleninseraten, die den sprichwörtlichen Wunderwuzzi für eine Junior-Position suchen. Das schafft falsche Erwartungshaltungen, weil der Job womöglich doch nicht so spannend ist wie versprochen.

Oder die Recruiter schließen – bewusst oder unbewusst – Kandidaten von vornherein aus, weil sie den falschen Namen oder das falsche Geburtsjahr haben.

Gelingt es, ungekündigte Spezialisten für eine Position in einem anderen Unternehmen zu interessieren, so wollen diese umworben werden. Das hat sich noch nicht in alle Chefetagen durchgesprochen. Lange Entscheidungszeiten, wenig Entgegenkommen bei der Arbeitszeitgestaltung – das kommt bei jungen Nachwuchskräften nicht gut an. Nach dem Motto "Ich muss ja nicht wechseln" springen sie wieder ab.

Wenn jetzt vermehrt die Rede ist, es seien keine Mitarbeiter zu bekommen: Die Unternehmen haben es selber in der Hand – wenn sie eingefahrene Wege verlassen.

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