Bild: Werk

Richtig prämiert

Drei von zehn jungen Frauen, die eine Lehre machen, tun dies im Einzelhandel oder beim Friseur. Beides Branchen, die nicht gerade für große Karriereperspektiven und hohe Einkommen stehen.

Gute Firmenchefs helfen sich und ihren Mitarbeiterinnen damit, geschickte und fleißige Kräfte mit Prämien zu belohnen. Ein erfahrener Friseur berichtet, für ihn sei es einfach, Leistung zu fördern: Die Umsatzstatistik liefert taggenau, wer wie viel gebracht hat. Seine besten Friseurinnen verdienen damit nicht auf dem Niveau des Mindestlohns, sondern durchaus das Doppelte.

Ähnlich ist es im Einzelhandel. Verkäuferinnen picken immer wieder verschämt ihre Personalnummer auf die Preisangaben, um ihre Verkäufe zu kennzeichnen. Damit schaffen sie die Voraussetzung für ihre Umsatzbeteiligung. Wenn junge Verkäuferinnen daher nicht nur dazu angehalten werden, Hemden nach dem Probieren wieder zusammenzufalten und zurückzulegen, sondern ihr Geschäft gut lernen (siehe nebenstehender Bericht), dann ist das Zukunftssicherung. Zum einen für die Verkäuferinnen, die dann besser verdienen. Zum anderen für ihre Chefs – denn das gut geführte Verkaufsgespräch lässt im Kampf gegen die Online-Konkurrenz die Kassen weiter klingeln.

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