Bild: OÖVP

Gesucht wird ...

Von Sigrid Brandstätter

Diese Woche stellte der Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich, Johannes Kopf, eine interessante Frage an die Teilnehmer des Zukunftsforum Arbeitsmarkt. Diese Veranstaltung fand im Zuge der Arbeitsmarktstrategie "Oberösterreich 2020" in Linz statt: Sie sollten schätzen, wie groß der Anteil jener unter den derzeit fast 400.000 Arbeitslosen in Österreich ist, die am meisten gesucht sind: Nämlich inländische Männer im Haupterwerbsalter – also von 25 bis 50 – mit zumindest Lehrabschluss und ohne gesundheitliche Einschränkung? Acht Prozent.

Er richtet den dringenden Appell an Betriebe mit Personalbedarf, ihre Suchkriterien auszuweiten. Insbesondere die Alterseinschränkung, die häufig mit 45, 50 definiert wird und die Kunden übrigens auch von vielen Personalberatern eingehalten sehen wollen, sollte überdacht werden. Denn ein 58-Jähriger hat zumindest noch 4,5 Jahre zu arbeiten. – Junge bleiben nicht länger, sie wechseln überwiegend nach zwei, drei Jahren und suchen sich einen neuen Arbeitgeber.

Erfrischend waren in diesem Zusammenhang die Beiträge der zwei Personalleiter, die mitdiskutiert haben. Sie betonten, dass sie gute Erfahrungen mit der Neueinstellung Älterer gemacht haben. Etwa bei einem 60-Jährigen Lkw-Fahrer. Auf ihn traf der Untertitel der Veranstaltung perfekt zu: "Die Jungen laufen zwar schneller, die Älteren kennen die Abkürzung."

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