erfolgreiche junge geschftsfrau mit kollegen im hintergrund
Bild: Fotolia // Die meisten verlassen ihren Chef - nicht die Firma.

Die Industrie brummt

Vom heimischen Arbeitsmarkt gibt es derzeit bessere Nachrichten, als dies zu Beginn des Jahres noch zu erwarten war. In die Jahresberechnungen fließen zwar erst die Zahlen der ersten elf Monate ein, sie zeigen aber in die richtige Richtung: Nach oben – was den Jobzuwachs betrifft. Deutlich nach unten – was die Arbeitslosenquote angeht.

Allein die Industrie hat in den ersten elf Monaten um drei Prozent mehr Jobs geschaffen. Das ist hochgerechnet das höchste jährliche Plus, das es in den vergangenen 20 Jahren gab. Wie sehr der Industriemotor derzeit brummt, zeigt auch eine andere Kennzahl: Die Volkswirtschaftsexperten der Bank Austria haben ausgerechnet, dass die Arbeitslosenquote in der Industrie bei 4,4 Prozent liegt und damit nur gut halb so hoch ist wie in der Gesamtwirtschaft. Vor diesem Hintergrund ist es umso verständlicher, wenn der Ruf nach mehr Fachkräften aus diesem Sektor besonders häufig und laut kommt.

Umgekehrt heißt das für Jobsuchende und Wechselwillige, die Karrierechancen in den vielen heimischen Industriebetrieben sind so gut wie seit Ewigkeiten nicht. Und wer mit seinem jetzigen Vorgesetzten unzufrieden ist, hat derzeit die beste Gelegenheit, sich neu zu orientieren. Weil, die meisten verlassen nicht ihre Firma, sondern ihren Chef.

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