Land Oberösterreich führt Ehrenamtsbonus ein

Ehrenamtsbonus des Landes Oberösterreich

Das Engagement für Mitmenschen soll sich zukünftig auszahlen.

Ab sofort werden bei Auswahlverfahren für einen Arbeitsplatz im oberösterreichischen Landesdienst ehrenamtliche Tätigkeiten, die lebensrettenden Hilfsmaßnahmen in Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dienen, besonders berücksichtigt. Das betrifft zum Beispiel Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oder Sanitäter beim Roten Kreuz, aber auch andere Organisationen wie etwa die Berg- und Flugrettung. Wenn ein Auswahlverfahren ergibt, dass zwei oder mehrere Bewerber gleichermaßen für eine Position qualifiziert sind, kommt der Ehrenamtsbonus zum Tragen, sofern keine anderen gesetzlichen Bestimmungen – zum Beispiel Oö. Gleichbehandlungsgesetz – Vorrang haben. Das heißt, ehrenamtliches Engagement in den genannten Anforderungen – also eine ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich lebensrettender Hilfsmaßnahmen – kann bei einer Bewerbung im Landesdienst den Ausschlag geben.

"In der Politik wird seit Jahren davon gesprochen, dass ehrenamtliche Arbeit etwas wert sein muss. Mit dem neuen Ehrenamtsbonus reden wir nicht nur davon, sondern handeln auch. Der Ehrenamtsbonus ist ein deutliches Ausrufezeichen, dass sich ehrenamtliches Engagement für unsere Mitmenschen auszahlt", berichtet Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer als das zuständige Regierungsmitglied für rund 20.000 Landesbedienstete.

Die Bewerber müssen ihr ehrenamtliches Engagement durch eine aktive Mitgliedschaft nachweisen und eine Bestätigung vorlegen, dass sie im Bereich der lebensrettenden Tätigkeiten tätig sind. Der Ehrenamtsbonus gilt vorerst für Personalaufnahmen im Landesdienst, sollte aber in weiterer Folge auch auf die Gemeinden ausgedehnt werden.

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