Bild: Alexander Schwarzl

Schwarzenegger-Neffe steigt bei Kreisel Electric ein

Kreisel holt sich Geld vom Neffen Schwarzeneggers: Patrick Knapp-Schwarzenegger steigt mit Investorengruppe bei Kreisel Electric ein.

In der kleinen Mühlviertler Gemeinde Rainbach bei Freistadt herrschte gestern, Dienstagabend, Ausnahmezustand. Mit tausend geladenen Gästen feierte Kreisel Electric die Eröffnung seines neuen Standorts. Als Überraschungsgast tauchte Superstar Arnold Schwarzenegger auf.

Sein Neffe Patrick Knapp-Schwarzenegger, der Sohn seines Bruders und Rechtsanwalt in Los Angeles, steigt mit einer Gruppe strategischer Investoren beim Mühlviertler Familienunternehmen ein.

Der Rummel um die drei Mühlviertler Kreisel-Brüder und ihr auf E-Mobilität spezialisiertes Unternehmen kommt nicht von ungefähr. Kreisel Electric gilt in der Fahrzeugbranche als einer der Vorreiter in Sachen Elektroantriebe. Autoerzeuger wie Volkswagen, Mercedes und Porsche stellen sich bei Kreisel an, um gemeinsame Projekte zu realisieren.

"Das Unternehmen hat ein Riesenpotenzial. Wenn man auf der Automobilmesse IAA gesehen hat, für welche Themen die Autokonzerne Entwicklungsbudgets freigeben, braucht man sich um Kreisel keine Sorgen zu machen", sagt Automobilexperte Wolfgang Komatz, Geschäftsführer des oberösterreichischen Automobilclusters. Die Herausforderung, vor der Kreisel wie andere Batteriehersteller steht, ist die Serienfertigung.

Bisher wurden vor allem einzelne Prestigemodelle auf E-Antrieb umgerüstet – wie etwa ein Porsche 911 oder Arnold Schwarzeneggers Mercedes G-Klasse. Letzterer wurde dem Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien am Rande des Hahnenkammrennens in Kitzbühel übergeben.

Neues Werk in Rainbach

Durch den Bau des Werks in Rainbach und den Einstieg von Schwarzeneggers Neffen, der eine Gruppe strategischer Investoren unter dem Namen "Clean Machine" anführt, erreicht das Familienunternehmen ein neues Niveau. "Ziel ist, Kreisel Electric zu einem globalen Marktführer in Sachen E-Mobilität zu machen", sagte Knapp-Schwarzenegger. Im neuen Werk will Kreisel Kleinserien selbst fertigen, um die Nachfrage bedienen zu können. 14 Millionen Euro wurden in Rainbach investiert, 70 Mitarbeiter sind aktuell bei Kreisel beschäftigt.

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