Bild: Efko

Nur die knackigsten Gurken kommen ins Glas

Von Michaela Krenn-Aichinger

Sauergemüseproduzent efko gibt Einblick in die Produktion - Markt für Convenience-Produkte wächst stark.

Wie geht es hinter den Werkstoren des größten Sauergemüseproduzenten Österreichs zu? Aufgrund der strengen Hygienevorschriften sind Werksführungen bei efko selten, für ehemalige Journalisten und Mitglieder des OÖ. Presseclubs machte das Hinzenbacher Unternehmen aber eine Ausnahme. Die OÖN haben die Gruppe begleitet.

Mit Sauergemüse macht efko noch immer fast zwei Drittel des Umsatzes. Die Produktionszahlen sind beeindruckend. In nur einer Schicht von acht Stunden werden beispielsweise 60.000 Gläser Essiggurkerl produziert. „Allerdings wird von den jungen Leuten Sauergemüse wenig nachgefragt, Zuwächse haben wir bei Produkten, die teilfertig oder ganz fertig sind“, betonte Geschäftsführer Klaus Hraby, der sich für die Präsentation Zeit nahm. Als er vor fünf Jahren ins Unternehmen kam, wurden 300 Tonnen Erdäpfelsalat produziert, jetzt sind es über 2000 Tonnen, die zu zwei Drittel in die Gastronomie und zu einem Drittel in den Lebensmittelhandel gehen. In der Gastronomie werde der Anteil von Convenience-Produkten weiter wachsen , ist Hraby überzeugt, gegriffen wird etwa zu fix fertig gewürztem Sauerkraut, das nur mehr erwärmt werden muss.

Bevor es in die Produktion geht, fassen die Besucher Mantel und Haube in Signalrot aus, anschließend geht es durch eine Hygieneschleuse. An einer der ersten Stationen werden in einer Art überdimensionalem Kelomat die Kartoffeln gekocht. „Ein Traum für jede Hausfrau“, sagt Markus Moser, der für die Produktionsplanung zuständig ist, und die Besucher durch die Hallen führt. Mitarbeiterinnen kontrollieren die Qualität der Erdäpfel, und schneiden Augen heraus. Ein paar Stationen weiter kümmern sich drei Mitarbeiterinnen um die Herstellung von Pusztasalat, gegenüber kommen Pfefferoni ins Glas. Dazwischen kurven Gabelstapler, die die Rohware heranbringen. Der Lärmpegel ist hoch, Gehörschutz für die Mitarbeiter ist unerlässlich.

Gurkerln war es zu kalt

Im Vorjahr setzte die efko-Gruppe 155,8 Millionen Euro um, 620 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt. 112 Landwirte beliefern efko. Die Gurkerl werden von zwölf Bauern aus dem Eferdinger Becken sowie acht aus dem Machland frisch und knackig geliefert. „Zuletzt waren die Nächte für die wärmeliebenden Gurken leider zu kalt. Uns fehlen einige tausend Tonnen“, sagt Hraby. Zugekauft werde ungern, „wir stehen zu österreichischer Ware.“

Dazu stehen auch die Teilnehmer der Werksführung. „Ich bin efko-Kunde Jetzt habe ich endlich gesehen, wie produziert wird“, sagt Franz Schramböck.

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