Arbeiten, wo andere Freizeit verbringen

Arbeiten, wo andere Freizeit verbringen

Immer mehr Menschen suchen in der Ausübung von Sportarten Ausgleich zum Berufsalltag. Die Zahl der Menschen, die im Freizeitsektor arbeitet, steigt deshalb. Bild: Colourbox Sonderthemen-Redaktion

Der Wandel im Freizeitverhalten hat auch dazu geführt, dass es in der Branche viel mehr Arbeitsplätze gibt

Freizeit ist heute ein kostbares Gut. Der Wandel der arbeitsfreien Zeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark auf die Verhaltensweisen und Lebensgewohnheiten der Menschen ausgeprägt.

Die Wirtschaft greift die vermehrte Erlebnisorientierung der Gesellschaft auf. Der Trend der bewussten Freizeitgestaltung wird auch durch das Schaffen immer neuer Angebote vorangetrieben. Fitness-Apps, Golf-Simulatoren und Indoor-Kletterhallen sind nur drei Beispiele dafür. Während früher eine Handvoll Sportarten in der engeren Auswahl stand, haben Konsumenten heute die Qual der Wahl.

Der Wandel im Freizeitverhalten ist deutlich zu erkennen. Viele Menschen suchen in der Ausübung diverser Sportarten Ausgleich zum Berufsalltag – sei es durch den Besuch eines Aerobic-Kurses, in der Kletterhalle, beim Triathlon oder auf dem Tennisplatz. Kaum ein Mensch kann sich diesem Trend entziehen – ob im Urlaub oder zu Hause. Es ist einfach "in", sich aktiv sportlich zu betätigen und ein gesundheitsbewusstes und fittes Leben zu führen.

Hobby zum Beruf machen

Dabei geht es jedoch weniger um das ehrgeizige Erlernen einer neuen Sportart, als vielmehr um einen möglichst hohen Unterhaltungs- und Erlebniswert der Freizeit.

Menschen, die im Freizeitsektor arbeiten, machen vielfach ihr Hobby zum Beruf und damit auch Karriere. Sie arbeiten in der Freizeit anderer Menschen und sind für deren erfüllte Freizeitgestaltung verantwortlich.

Die Freude am Umgang mit Menschen, hohe Einsatzbereitschaft, Motivationsfähigkeit, pädagogisch-didaktische Fähigkeiten und Belastbarkeit sind Voraussetzung, um in dieser Branche erfolgreich tätig zu sein. Der Abschluss einer facheinschlägigen Ausbildung im Bereich Tourismus ist für die Ausübung eines Berufes in der Freizeitbranche nicht unbedingt notwendig. Entsprechendes Talent und Liebe zum Sport und zur Dienstleistung verbunden mit einer professionellen Ausbildung sind aber ganz wesentliche Anforderungen.

Die wichtigsten Arbeitgeber der Branche sind die Hotellerie, Sport- und Freizeitzentren, Fitnessstudios, Kinos, aber auch Kultureinrichtungen. Es gibt auch gute Chancen auf Beschäftigung im Ausland.

Berufsbilder

Freizeitwirtschaft: Aerobic-Instruktor/Aerobic-Trainer, Animateur/Freizeitbetreuer, Berg- und Skiführer, Croupier/Croupière, Drachenflug- und Paragleitlehrer, Fremdenführer, Golflehrer, Kunst- und Kulturvermittler, Nationalparkbetreuer/Nationalparkranger, Schneesportlehrer (Ski- und SnowboardlehrerIn), Segel- und Surflehrer, Tanzlehrer, Tennislehrer/Tennistrainer, Freizeitberater, Reitlehrer, Schwimmlehrer

Sportadministration, Sportlehrer, Sporttrainer, Tauchsportlehrer, Wasserskilehrer, Alpinguide bzw. Trainer für Alpin-/ Sportklettern, Badewärter/Saunawärter, Behinderten/-Versehrtensporttrainer, Campingplatzwart, Canyoningführer, Fitnesscoach, Fußballtrainer, Greenkeeper, Gymnastiktrainer, Höhlenführer, Kindergesundheitstrainer, Kneipptrainer