In Bildung investieren, um Zukunft zu sichern

In Bildung investieren, um Zukunft zu sichern

Um die Herausforderungen von morgen zu meistern, sind Kompetenzen gefUm die Herausforderungen von morgen zu meistern, sind Kompetenzen gefragt – am besten durch Aus- und Weiterbildung.ragt – am besten durch Aus- und Weiterbildung.

Der EU Monitor für die allgemeine und berufliche Bildung (Education and Training Monitor) wird jährlich veröffentlicht und erfasst die Entwicklung im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung in der Europäischen Union.

Er vergleicht die Erreichung der EU-Ziele der 28 EU-Mitgliedsstaaten und enthält ausführliche Länderberichte. In Österreich nahm beispielsweise die Teilnahme an frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung zu. Österreich gibt zwar weniger aus für Vorschulbildung als andere EU-Länder wie zum Beispiel die nordischen Länder, aber die Ausgaben auf anderen Niveaus der Allgemeinbildung sind über dem EU-21-Durchschnitt.

Hochwertige Ganztagsschulen mit ihrem systematisch integrierten Vor- und Nachmittagsunterricht verbessern effektiv die Bildung von Schülern. Österreich plant, bis 2019 die Anzahl der Ganztagsschulen zu erhöhen. Die Quote der frühen Schulabgängern ging 2015 in Österreich weiter zurück und erreichte 7,3 Prozent. Dies unterschreitet positiv den EU-Durchschnitt von elf Prozent und schon jetzt das Europa-2020-Ziel von 9,5 Prozent.

Österreichs Quote an Hochschulabsolventen betrug 2015 38,7 Prozent und entsprach damit dem EU-28-Durchschnitt. Dies liegt auch nah am Europa-2020-Ziel von 40 Prozent.

Teilnahme stagniert beim lebenslangen Lernen

Die Beteiligung Erwachsener am lebenslangen Lernen verharrte in den letzten sechs Jahren in Österreich bei 13 bis 14 Prozent und betrug 2015 14,4 Prozent. Damit liegt Österreich immer noch über dem EU-Schnitt von 10,7 Prozent.

Die Teilnahmequoten steigen mit dem Bildungsniveau markant. So liegt die Quote bei Personen mit Abschluss im Tertiärbereich bei durchschnittlich 26 Prozent, mit Abschluss der Sekundarstufe II bei 10,7 Prozent und mit Abschluss der Sekundarstufe I bei 4,5 Prozent.

Coaching für Jugendliche

Österreich investiert weiterhin in das Coaching für Jugendliche, um jungen Menschen zu helfen, den geeigneten Bildungsweg zu wählen. Seit dem Schuljahr 2016/17 besteht für alle unter 18 Jahren die Ausbildungspflicht, das heißt, sie müssen entweder eine akademische oder berufliche Sekundarschule besuchen, ein duales Bildungs-/Ausbildungsprogramm absolvieren oder eine anerkannte Berufsbildungseinrichtung aufsuchen.

Hohe Beteiligung an beruflicher Bildung

Besonders gut schneidet das berufliche Aus- und Weiterbildungssystem Österreichs ab. Die Teilnahme an der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist hoch. 2014 nahmen 70 Prozent der Schüler der Sekundarstufe II an berufsbildenden Programmen teil. Dies liegt deutlich über dem EU-Schnitt von 48 Prozent. Auch die Beschäftigungsquote von Berufsabsolventen ist mit 83,7 Prozent weit über dem EU-Schnitt von 70,9 Prozent.

Bedeutung von Weiterbildung steigt

Das Wiener Institute for International Research (IIR) gibt den Weiterbildungsindex (WEBI) für 2017 mit 54,5 von 120 möglichen Punkten an, 2016 betrug der Wert um knapp 5 Punkte weniger.

91 Prozent der Befragten meinten, dass Weiterbildung in ihrem Unternehmen "sehr wichtig" oder "wichtig" ist. Am höchsten ist dieser Wert auf der Vorstands- und Geschäftsführungebene. Die Teilnehmer der Umfrage gaben an, eindeutig mehr Veranstaltungen als im Jahr zuvor buchen zu wollen. Das Bildungsbudget wird also aufgestockt.

Bildung als starker Integrationsfaktor

Die hohe Zahl an neuen Migranten und Flüchtlingen stellt eine große Bildungsherausforderung dar. Von den 88.912 Menschen, die 2015 Asyl beantragten waren 9331 unter 18 Jahren. Die länderspezifische EU-Empfehlung für Österreich lautet in diesem Zusammenhang, Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungsergebnisse benachteiligter junger Menschen, insbesondere jener mit Migrationshintergrund, zu ergreifen. Bildung gilt generell als ein starker Integrationsfaktor für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Positiv ist, dass bereits 2015 österreichweit in allgemein- und berufsbildenden Schulen insgesamt 45 Übergangsklassen für Flüchtlinge eingerichtet wurden.

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