Bild: Schule

Von der "Winterschule" zum Zentrum für Bio-Landbau

Die Bioschule Schlägl bekannte sich früh zum Schwerpunkt Bio

Wenn am Freitag der Zubau der Bioschule Schlägl eröffnet wird, so ist das nicht zuletzt auf die klare Ausrichtung der Schule zurückzuführen. Denn seit 2002 sind biologische Maßstäbe in der ehemaligen "Winterschule" oberstes Gebot. 180 Schüler werden hier unterrichtet. Sie bekommen einen Einblick in den biologischen Landbau. Schlägl ist übrigens die erste und einzige Bioschule in Österreich. Der Lehrplan ist ein Leitfaden, der Unterricht ist bestimmt durch Jahreszeiten und Vegetationszyklen. Die Umstellung auf das neue Unterrichtskonzept forderte auch den Lehrkörper. Trockene Theoretiker sucht man seither in Schlägl vergebens. "Wir haben Experten im Kollegium und vor allem Praktiker", weiß Direktor Hans Gaisberger. Zwar gebe es natürlich auch klassischen Unterricht, allerdings sei ein fächerübergreifender Zugang zum Thema Bio-Landbau unumgänglich. Der praktischen Ausrichtung wurde auch mit dem 2,8-Millionen-Euro-Zubau Rechnung getragen. Man holte die Praxisräume vom Keller in das Zentrum der Schule. Auch einen eigenen Shop wird es geben, in dem die Schüler ihre Produkte anbieten werden. Der Unterricht beschränkt sich allerdings nicht auf die Schule alleine. Es gibt Partnerbetriebe, und man ist Teil des Bio-Kompetenzzentrums und kooperiert eng mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau. "Unsere Absolventen lernen ein breites Spektrum an Möglichkeiten kennen", sagt der Schulleiter, denn eine einzige Wahrheit gebe es in der Bio-landwirtschaft eben nicht.

Umweltpreis für die Schule

Das Engagement der Schule wurde gestern übrigens mit dem Oberösterreichischen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit belohnt.

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