Bild: Sozialministerium

Neuer Beruf: Pflegefachassistenz

Um dem steigenden Bedarf an Pflege Rechnung zu tragen, gibt es anstelle der bisherigen zwei in Zukunft drei Berufsgruppen – diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz.

Die Pflegefachassistenz (PFA)wurde bei der Novellierung des Gesundheits- und
Krankenpflegegesetzes (GuKG) neu eingeführt: Voraussetzung sind eine zweijährige Ausbildung bzw.
ein Upgrade von der Pflegeassistenz zur Pflegefachassistenz.
Upgrade ab Herbst
Mit dem ersten einjährigen Aufbaumodul von der Pflegeassistenz zur Pflegefachassistenz startete das
Ausbildungszentrum Wels diesen Herbst als eine der ersten Einrichtungen Österreichs.
Pflegeassistentin Larissa Schlader nimmt am Lehrgang teil: „Ich bilde mich zur Pflegefachassistentin
weiter, weil ich mehr wissen möchte und mich auf erweiterte Kompetenzbereiche freue.“

Was ist neu?

Die zwischen Pflegeassistenz und diplomierter Pflege angesiedelte Pflegefachassistenz darf in der
Pflege eigenverantwortlich arbeiten, ohne verpflichtende Aufsicht, etwa in der Mobilisation oder
Körperpflege des Patienten. „Neu unter den Kompetenzen sind außerdem die Blutabnahme aus der
Vene, Kompetenzerweiterung im therapeutisch-diagnostischen Bereich, Katheterismus bei Frauen
sowie Ab- und Anschluss laufender Infusionen“, erklärt Andrea Voraberger, Pflegedirektorin am Klinikum Wels-Grieskirchen. „In meiner beruflichen Zukunft freue ich mich auf diesen größeren
Aufgabenbereich und mehr Verantwortung in meiner neuen Position“, so Schlader.

Bereicherung und Herausforderung

Die Umstellungen fordern Ausbildungseinrichtungen und Arbeitgeber gleichermaßen – die neuen
Berufsbilder müssen langfristig in bereits etablierte Strukturen eingearbeitet werden. „Die
Änderungen haben Auswirkungen – sowohl auf die Ausbildung als auch auf die Praxis“, reflektiert
Karin Zauner, Direktorin am Ausbildungszentrum Wels. „In Kooperation mit dem Klinikum haben wir
die Umstellungsphase gut geplant, um alle daraus resultierenden Ressourcen ideal zu nutzen.“

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