Bild: Privat // Radelnd mit einer Klosterschwester: Die Schüler der NMS-Steinerkirchen beim Dreh.

"Damma wos Gscheid's"

Schüler drehten Heimatfilm mit einer Botschaft.

Mit einem spannenden Projekt beschäftigten sich die vierten Klassen der NMS-Steinerkirchen. „Damma wos Gscheid’s“ ist der Titel der Gemeinschaftsarbeit, die sich filmisch dem Thema Mobilität, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im ländlichen Raum widmet.

Handlung und Drehorte bestimmten die Jugendlichen selbst. Lehrer Wolfgang Wurm gab den 22 Mädchen und Burschen nur die nötigen Inputs. Was dabei herauskam wurde Anfang Dezember in der Neuen Mittelschule im Rahmen eines bunten Abends präsentiert. „Ich bin selbst schon gespannt, weil ich den Film noch nicht gesehen habe“, sagt LEWEL-Geschäftsführerin Magdalena Hellwagner, die das Projekt initiierte und die Finanzierung auf die Beine stellte.

Dreharbeit im Kloster

Für ihre dreitägige Projektarbeit mussten die Jugendlichen nicht weit fahren. Eine Biobäuerin, ein Schweinezüchter und die Nonnen des Klosters Steinerkirchen wurden mit dem Rad besucht. Ebenso der örtliche Supermarkt. Ein weiteres Filmteam bastelte an einem Animationsfilm. Die Grundkenntnisse wurden den Schülern im Welser MedienKulturHaus von Vanessa Url vermittelt. Michaela Janzsy vom Klimabündnis erklärte den Drehteams in einem Workshop die Grundlagen von Klimaschutz und Mobilität im ländlichen Raum: „Besonders spannend empfanden wir die Dreharbeit im Koster. Die Nonnen legen besonders in ihrer Ernährung großen Wert auf Nachhaltigkeit. Sie schauen beim Einkauf auf Regionalität, trinken Fairtrade-Kaffee und essen saisonale Gerichte. „Denn an allen Drehorten standen die drei Schwerpunktthemen im Vordergrund“, schildert Projektbegleiter Wurm. Vertont wurde der Kurzfilm von Hanna Hochleitner, einer ehemaligen Schülerin. Die Filmmusik stammt von Herbert Pixner, der auch „Gernstl unterwegs“ im bayerischen Fernsehen musikalisch begleitet.

Bei einigen Jugendlichen wirkten die Dreharbeiten nach: „Solche Projekte haben einen hohen pädagogischen Wert. Ich nenne ein Beispiel: Nach Abschluss der Arbeiten sagten mir zwei Schülerinnen, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Linz gefahren sind. Solche Dinge wirken nachhaltiger als irgendwelche aufgesetzten Geschichten“, sagt Wurm.

Die NMS Steinerkirchen setzt sich seit 30 Jahren schwerpunktmäßig mit bildnerischer Erziehung auseinander. „Auf diese Weise schaffen wir es immer wieder, versteckte Talente zu wecken“, sagt Wurm.

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