Zeit, den Traumberuf zu finden

Zeit, den Traumberuf zu finden

Bild: colourbox.de Sonderthemen-Redaktion

Berufsorientierung ist ein wichtiger Prozess, um sich über die eigenen Interessen, Talente und Erwartungen klar zu werden

Mit etwa 13, 14 Jahren stellt sich zum ersten Mal die Frage: Was möchte ich beruflich machen? Keine kindlichen Hirngespinste mehr, in denen man (Alltags-) Helden nacheifert, auch wenn darin vielleicht bereits die ein oder andere Vorliebe zu entdecken ist. Nun geht es um die ganz ernste Überlegung, womit man seinen Lebensunterhalt in mehr oder weniger naher Zukunft verdienen möchte.

Hunderte Berufsbilder stehen zur Auswahl. Rund 200 werden im Rahmen einer Lehre erlernt. Aber auch Schulen, Studien und andere Ausbildungslehrgänge ermöglichen es, einen Beruf zu erlernen.

Eine riesige Auswahl, die man sowieso nicht durchblickt? Muss nicht sein! Wer früh genug damit beginnt, sich mit der eigenen Berufswahl auseinanderzusetzen und dabei strategisch vorgeht, findet ganz leicht heraus, welche Berufsbilder am besten zu ihm passen.

Sich selbst neu kennenlernen

Zuerst gilt es, sich die eigenen Stärken und Schwächen, Interessen, Talente und Vorlieben vor Augen zu führen. Hierfür kann es sinnvoll sein auch mit Eltern, Freunden oder Lehrern zu sprechen, denn sie können einen oft besser einschätzen. Auch Potenzialanalysen, wie sie beispielsweise die WKO anbietet, können bei der Frage nach den eigenen Neigungen und Talenten weiterhelfen.

Weiters sollte man sich überlegen, welche Erwartungen man an den eigenen Beruf stellt. Nimmt man zum Beispiel Schicht-, Abend- oder Wochenenddienste in Kauf? Wie steht man zu Geschäftsreisen? Arbeitet man gerne mit Kollegen beziehungsweise Kunden zusammen? Legt man Wert auf eigenständiges Arbeiten?

Oft ist es gar nicht so leicht, zu wissen, was man will. Dafür weiß man meist ganz genau, was man bestimmt nicht will. Man kann also sozusagen von hinten anfangen und erst einmal überlegen, was der eigene Job auf keinen Fall mitbringen soll. Für all diese Überlegungen bietet das Online-Portal BIC nützliche Arbeitsblätter und Checklisten zum Download an, die dabei helfen, sich wichtige Fragen zu stellen und Antworten darauf strukturiert festzuhalten.

Berufe entdecken

Basierend auf den Ergebnissen der eigenen Interessen, Talente und Erwartungen kann man sich anschließend einzelne Berufsbilder genauer ansehen. Eine gute Information über einzelne Berufe bietet das AMS-Berufslexikon, in dem alle Berufsbilder inklusive dazugehöriger Ausbildung, Arbeitsmarktprognosen, Einstiegsgehälter, verwandter Berufe/Ausbildungen und vielen weiteren Informationen angeführt sind.

Im Rahmen der Initiative "Lebe dein Talent" präsentieren die WKOÖ und der ORF OÖ zahlreiche Berufsbilder in Form von kurzen Videos. Berufs- und Lehrlingsmessen bieten die ideale Gelegenheit, um mit Menschen, die in dem jeweiligen Beruf arbeiten beziehungsweise gerade darin ausgebildet werden, in Kontakt zu kommen. Bloß keine Scheu davor, sie alles zu fragen, was man über den Beruf und die Ausbildung wissen möchte.

Jedes Berufsbild, das man sich näher ansieht, sollte kritisch mit den Ergebnissen bisheriger Überlegungen abgeglichen werden. Passt der Beruf zu mir, meinen Begabungen und Erwartungen? Um Berufe oder auch bereits konkrete Firmen noch besser kennenzulernen, bieten sich Tage der offenen Tür, Schnupperlehren oder berufspraktische Tage an. Sie alle geben einen guten Einblick in den jeweiligen Berufsalltag und bieten die Möglichkeit, noch einmal Fragen zu stellen.

Außerdem ist es sinnvoll, sich mehrere Alternativen zu überlegen. Beispielsweise für den Fall, dass es für den eigenen Traumberuf gerade keine offene Lehrstelle gibt. Einen Blick auf ähnliche beziehungsweise verwandte Berufsgruppen oder alternative Ausbildungsmöglichkeiten (zum Beispiel an einer Schule) zu werfen lohnt sich.

 

Hilfreiche Links:

www.bic.at

www.berufslexikon.at

www.die-lehre.at