So unterschiedlich sind Bewerbungen

So unterschiedlich sind Bewerbungen

Bewerbungen werden in der Regel am Computer verfasst und sind individuell. Andere gegenlesen zu lassen hilft, Fehler zu entdecken. Bild: colourbox.de Sonderthemen-Redaktion

Auf welch Art und Weise man seine Bewerbung einreichen soll

Der Klassiker unter den Bewerbungen ist die schriftliche Bewerbung. In einer Bewerbungsmappe werden alle Unterlagen gesammelt und per Post verschickt. Wichtig ist, ein individuelles Bewerbungsschreiben aufzusetzen. Vorgefertigte Unterlagen ausfüllen kann schließlich jeder. Dieses sollte hervorheben, warum der Bewerber den Job haben möchte, wie er auf die Stelle aufmerksam geworden ist und warum er perfekt dafür geeignet ist. Auch Gründe, warum man sich für ein bestimmtes Unternehmen bewirbt, können angeführt werden. Und natürlich sollte eine Bitte um ein persönliches Vorstellungsgespräch enthalten sein.

Übertreibungen oder gar Lügen haben im Bewerbungsschreiben nichts zu suchen. Verfasst wird das Bewerbungsschreiben am Computer in einer leicht lesbaren Schrift (z. B. Arial oder Times New Roman in 10 oder 12 Pt.). Die richtige Reihenfolge in der Bewerbungsmappe lautet Deckblatt (optional), Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, weitere Dokumente. All das kommt in ein ausreichend frankiertes A4-Kuvert, um keine Unterlagen zu knicken. Auf Anrufe der Personalverantwortlichen, die offene Fragen klären oder zu einem Bewerbungsgespräch einladen wollen, sollte man vorbereitet sein. Bleibt eine Antwort aus, kann man nach etwa zwei Wochen telefonisch nachfragen bzw. Gründe für eine Absage erfragen und damit noch einmal Eigeninitiative und Interesse bezeugen.

Die telefonische Bewerbung ist etwas herausfordernder, weil man einmal Gesagtes nicht mehr überarbeiten kann und Personalverantwortliche oft nur schwer zu erreichen sind. Gute Vorbereitung – ähnlich wie bei einem Vorstellungsgespräch – sowie ein Gesprächsleitfaden sind Gold wert. Von der Vermittlung eines Unternehmens lässt man sich am besten zum Personalverantwortlichen durchstellen. Ihm stellt man sich mit vollem Namen. Man sollte sich kurz erklären und auf eine deutliche Aussprache achten. Ziel des Gesprächs ist immer ein persönliches Bewerbungsgespräch. Zusätzlich kann man anbieten, vorab eine Bewerbungsmappe zu schicken.

Immer häufiger besteht auch die Möglichkeit einer Online-Bewerbung via E-Mail oder Online-Bewerbungsformular. Anschreiben, Lebenslauf und Dokumente werden in einer digitalen Sammelmappe (E-Portfolio) verschickt. Eine E-Mail-Bewerbung kann wie eine schriftliche Bewerbung verfasst werden, die E-Mail-Adresse sollte unbedingt seriös sein. Die – idealerweise persönlich adressierte – E-Mail sollte kurz erklären, worum es geht und einen sinnvollen Betreff (z. B. Bewerbung Vorname Nachname als Berufsbezeichnung) beinhalten. Abkürzungen und Emoticons sind tabu. Word-Dokumente werden häufig als Spam gefiltert, deshalb konvertiert man sie besser in PDF. Um große Datenmengen zu vermeiden, kann auch nur ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf verschickt werden – gemeinsam mit dem Angebot, weitere Dokumente bei Bedarf per Post nachzureichen. Alternativ kann man solche Dokumente via Cloud-Speicher zur Verfügung stellen. Alle Dokumente sollten selbsterklärende Namen tragen. Stellt ein Unternehmen ein Online-Formular zur Verfügung, sollte dieses vollständig und sorgfältig ausgefüllt werden und alle geforderten Dokumente mit hochgeladen werden.

Seltener sind Video-Bewerbungen, bei denen Bewerber Bewerbungsschreiben und Lebenslauf durch ein selbst gedrehtes Video-Porträt ergänzen. Vor allem in kreativen Branchen ist die Video-Bewerbung aber beliebt, demonstriert sie doch sehr anschaulich Persönlichkeit, sprachliche und kommunikative Eindrücke. Ein solches Video sollte möglichst professionell sein und wird eher allgemein gehalten, um sich damit gegebenenfalls bei mehreren Unternehmen vorzustellen. Im Mittelpunkt stehen die eigenen Kompetenzen und der Werdegang. Inhalt, Ablauf und Drehort werden vor Beginn der Aufnahmen sorgfältig geplant. Übung, mehrere Aufnahmen einer Szene und Feedback durch andere tragen zu einem guten Ergebnis bei. Insgesamt sollte in maximal zwei Minuten herauskommen, warum man für eine bestimmte Branche besonders gut geeignet ist.