Jobs mit Vielfalt und guten Aussichten

Jobs mit Vielfalt und guten Aussichten

Zusatzausbildungen erweitern das Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten. Bild: colourbox.de Sonderthemen-Redaktion

Der Berufsbereich Tourismus, Gastgewerbe und Freizeit bietet attraktive Möglichkeiten

Rekordwerte bei Ankünften und Nächtigungen, voraussichtliche Beschäftigungszuwächse in der Beherbergung und Gastronomie, stabile Entwicklungen bei den Berufen im Sport und in der Freizeitgestaltung und der Anstieg des touristischen Gesamtumsatzes versprechen rosige Aussichten für alle, die sich im Bereich Tourismus, Gastgewerbe und Freizeit beruflich entfalten möchten. Besonders nachgefragt sind traditionelle Berufe wie Koch, Restaurantfachmann, Rezeptionist, Hotel- und Gastgewerbeassistent. Unter den Berufen mit Führungsverantwortung verzeichnen laut AMS-Qualifikationsbarometer Restaurantleiter einen Positivtrend. Auch für Tourismusmanager und Fitnessbetreuer besteht Nachfrage.

Eine hohe Arbeitssicherheit ist aber noch längst nicht alles, was Jobs in Gastronomie, Tourismus und Freizeit attraktiv macht. In Österreich ausgebildete Mitarbeiter sind international gerne gesehen. Wer die Welt entdecken möchte, kann bereits während der Lehre ein Auslandspraktikum machen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind international wie regional sehr gut und auch der Weg in die Selbstständigkeit ist mit einer Lehre frei. Zudem bietet die Branche vielfältige Möglichkeiten zu Spezial- und Zusatzausbildungen an.

Flexibel geregelte Arbeitszeiten ermöglichen es, auch unter der Woche einmal Freizeit zu haben. Anstatt mit Maschinen oder am Computer arbeitet man direkt mit Menschen zusammen und lernt verschiedenste Kulturen hautnah kennen. Serviceorientierung und professionelle Freundlichkeit sind in diesen Berufsfeldern Grundvoraussetzung. Zudem sind all jene im Vorteil, die kommunikativ sind und Spaß daran haben, neue Sprachen zu erlernen.

Mehr Geld – auch für Lehrlinge

Mit 1. Mai 2017 sind die Löhne der rund 200.000 Arbeiter im Hotel- und Gastgewerbe in allen Bundesländern um durchschnittlich 1,40 Prozent angestiegen. Die Gehälter der etwa 25.000 Angestellten werden im Zuge der langfristigen Schemareform um unterschiedliche Prozentsätze angehoben. Der neue Mindestlohn beziehungsweise das neue Mindestgehalt liegt bei 1460 Euro brutto, das bedeutet ein Plus von 40 Euro. Bereits im Vorfeld der Lohn- und Gehaltsverhandlungen 2017 wurde ein KV-Mindestlohn/Mindestgehalt von 1500 Euro ab Mai 2018 vereinbart.

In allen Bundesländern gibt es seit heuer das neue fünfstufige Lohnsystem. "Das Festlohnsystem garantiert den Beschäftigten ein höheres Grundeinkommen und sie sind nicht mehr abhängig vom Umsatz, der mit dem Verkauf von Speisen und Getränken erzielt wird. Für die Beschäftigten bedeutet das, dass sie am Anfang des Monats wissen, was sie am Monatsende bekommen und sie können so besser planen", freut sich Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida. Sichergestellt wurde, dass mit der Umstellung niemand weniger verdient als bisher.

Für die beiden Arbeitgeber-Vertreter Mario Pulker und Siegfried Egger, Gastronomie- und Hotellerie-Obmänner in der WKÖ, war es ein besonderes Anliegen, bei der Lehrlingsentschädigung ein starkes Zeichen zu setzen. Im ersten Lehrjahr gibt es seit Mai 700 Euro. Das bedeutet eine Steigerung um 55 Euro. Im zweiten Lehrjahr gibt es 800 Euro, das sind 85 Euro mehr im Vergleich zum Vorjahr. Im dritten Lehrjahr sind es 900 Euro und im vierten Lehrjahr 1000 Euro.

Jobwunder Tourismus

Österreichs Tourismus- und Freizeitangebot ist international so beliebt, dass die Ankünfte internationaler Gäste im Vorjahr mit plus 5,2 Prozent viel stärker stiegen als im weltweiten Durchschnitt. Österreichs Beherbergungsbetriebe sind wahre Musterschüler auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vorjahr um 3,9 Prozent gesunken, die Zahl der offenen Stellen um 3,2 Prozent gestiegen.

"In der Konjunkturflaute so Gas zu geben: Das ist eine Meisterleistung! Gratulation an alle, die in der Krise mehr Mitarbeiter einstellen, höhere Gehälter zahlen, mehr Gäste ansprechen", sagt Michaela Reitterer, Inhaberin des Boutiquehotels Stadthalle in Wien und Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Weltweites Wachstum

Die United Nations World Tourism Organization prognostiziert ein weltweites Tourismuswachstum von zumindest 3,3 Prozent pro Jahr bis 2030. "Ein unfassbares Geschäftsvolumen! Und das Beste daran ist: Jeder Prozentpunkt mehr bringt Millionen neuer Arbeitsplätze und Karrierechancen in aller Welt", erklärt Reitterer, warum die Branche laufend Mitarbeiter sucht: "Weil wir erfolgreich sind, weil wir stark wachsen. Und wir machen so weiter!"