Abschluss bringt Geld

Ein Lehrabschluss bringt mehr Geld

LINZ. Auch die Bestätigung für erworbenes Können ist für Erwachsene mit ein Grund für eine Abschlussprüfung.

Rund 23.660 junge Oberösterreicher absolvieren derzeit eine Lehre. Mehr als 1000 von ihnen werden, legt man die Wirtschaftskammer-Statistik aus 2015 um, nach dem Ende der Lehrzeit keine Abschlussprüfung machen. Rund 15 Prozent aller Lehrlinge steigen sogar schon während der Lehrzeit aus. Viele landen als Hilfsarbeiter am Arbeitsmarkt oder bleiben arbeitslos. Genauso wie jene Jugendliche, die sich nach der Schule gleich beim AMS anstellen ohne eine Ausbildung vorweisen zu können.

Eine anerkannte Qualifizierung eröffnet aber ganz neue Chancen. Rund 37.300 Menschen waren per Ende September in OÖ ohne Job – fast 18.000 davon haben nur den Pflichtschulabschluss, aber keine anerkannte Ausbildung vorzuweisen. Der großen Zahl der Arbeitssuchenden steht in OÖ ein deutlicher Fachkräftemangel gegenüber. Also ist das Interesse auch aus der Wirtschaft groß, Hilfskräfte so weit zu qualifizieren, dass sie die Lehrabschlussprüfung schaffen. "Den Arbeitnehmern bringt der Lehrabschluss die Chance auf mehr Geld und auch eine große Portion Selbstbestätigung", sagt Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI, wo aktuell 900 Personen in Vorbereitungskursen für die Lehrabschlussprüfung fit gemacht werden. 21 Prozent davon sind zwischen 25 und 29 Jahre alt. Viele Menschen haben als Jugendliche unterschätzt, wie wichtig es ist, eine Berufsausbildung auch formal abzuschließen oder ihre Ausbildung wird in Österreich nicht anerkannt. Facharbeiter nimmt der Arbeitsmarkt mit offenen Armen auf.

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