54 Lehrberufe sollen für digitalen Wandel fit gemacht werden

54 Lehrberufe sollen für digitalen Wandel fit gemacht werden

WIEN. Im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung in Richtung Industrie 4.0 schlägt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vor, bis 2020 insgesamt 54 Lehrberufe zu modernisieren und neu auszurichten. "Die Lehre muss fit für den digitalen Wandel werden. Zusätzlich machen wir die Fachkräfteausbildung für Lehrlinge und Betriebe noch attraktiver. Damit werten wir die Lehre auch imagemäßig auf", sagte Mitterlehner am Mittwoch bei einem Betriebsbesuch mit Generaldirektor Wolfgang Hesoun bei Siemens Österreich in Wien, wo derzeit 120 Lehrlinge ausgebildet werden.

Das Lehrberufspaket 2017 bringt acht neue bzw. modernisierte Berufsbilder. Davon geht die Hälfte direkt auf die Digitalisierung ein, um etwa den digitalen Verkauf oder den Einsatz digital gesteuerter Anlagen besser ausbilden zu können.

In den nächsten Jahren werden zahlreiche weitere neue Lehrberufe und Ausbildungsordnungen folgen. Die Vielfalt ist groß: von der neuen Glasverfahrenstechnik über die Informationstechnologie, die Installations- und Gebäudetechnik und den E-Commerce-Kaufmann bis zum künftigen Fahrrad-Mechatroniker oder Sportgerätetechniker.

Kostenlose Kurse ab Juli

Ab dem 1. Juli werden die vollen Kosten für alle Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernommen. Ebenfalls kostenlos werden die Sprachkurse von Lehrlingen im Ausland sein. Gefördert werden bis zu zwei Wochen Sprachaufenthalt. Umfasst sind die Kosten der Sprachschule, die Reise- und Aufenthaltskosten sowie eine Prämie von 210 Euro für zwei Wochen. Die Betriebe erhalten zwischenzeitlich die aliquote Lehrlingsentschädigung ersetzt.

Bitte Javascript aktivieren!