Das Silicon Valley Österreichs als Rampe für Startups
Bild: VOLKER WEIHBOLD

Das Silicon Valley Österreichs als Rampe für Startups

Von Valentina Dirmaier

HAGENBERG. Mit "bytewerk" startet eine vielversprechende Plattform für Jungunternehmer an der FH Hagenberg.

HAGENBERG. Durchhaltevermögen. Eine Fähigkeit die für Unternehmensgründer unerlässlich ist, wie Florian Gschwandtner sagt. "Gerade in der Anfangsphase hat man es nicht immer leicht und muss manchmal mit vielen Skeptikern umgehen", plaudert der CEO von Runtastic – dem sehr erfolgreichen Aushängeschild der oö. Gründerszene – aus dem Nähkästchen.

Der Weg von der Idee zur Vermarktung und schließlich zum erträumten Erfolg ist oft steinig. Wesentliche Zutaten sind neben ausreichend Kapital auch ein umfangreiches Netzwerk und Marktkenntnisse. Um unerfahrenen Gründern genau in der Frühphase unter die Arme zu greifen, wird am Donnerstag, 17. November 2016, im Softwarepark Hagenberg, dem Silicon Valley Österreichs, die Einrichtung "bytewerk" gestartet.

Begleitung von vier bis sechs Startups

"Im Umfeld der Fachhochschule sollen vier bis sechs Startups sechs Monate durch eine definierte Accelerationsphase geführt und prozessual unterstützt werden", erklärt Projektleiter Samuel Moser vom Gründernetzwerk Akostart.

Obwohl bisher nicht prominent präsentiert, seien bereits einige Bewerbungen von Startups eingetrudelt, vorrangig aus dem Bereich Technologie. "Aber natürlich sind auch beispielsweise Social Media- oder soziale Projekte gerne gesehen. Und die Bewerber müssen keine Akademiker sein", sagt Moser. Anmelden können sich alle, die an ihre Idee glauben und den nötigen Elan zur Umsetzung mitbringen, heißt es von Seiten der Plattform, die als Kooperation von Akostart, dem Wirtschaftslandesressort OÖ und dem Softwarepark Hagenberg installiert wird.

Wer in den erlauchten Kreis aufgenommen wird, bezahlt nichts. Das Programm, das nicht darauf abzielt, Gründer finanziell zu unterstützen, entspreche laut den Verantwortlichen einem Wert von 42.000 Euro pro Startup. Von dieser Kooperation sollen aber nicht nur Einzelne profitieren, sondern die Wertschöpfung einer gesamten Region langfristig gesteigert werden, wie Akostart-Obmann Gerold Weisz im Gespräch mit den OÖNachrichten bestätigt. "Primär wollen wir damit auch Unternehmer nach Hagenberg bringen. Und wir bieten ihnen eine Startrampe", sagt Weisz. Hierbei kommen auch erfolgreiche Gründer wie Florian Gschwandtner und Alfred Luger von Runtastic, David Böhm von Die Macher, Bernhard Lehner sowie Michael Eisler von Startup300, Gerhard Kürner von lunik2 ins Spiel.

Sie sollen den Startern im "bytewerk" als Mentoren und mit komplementären Fähigkeiten zur Seite stehen. "Es ist super, wenn so wichtige Vorbilder wie Florian und seine Jungs, die fast alle in Hagenberg studiert haben, hier her zurückkehren", sagt Weisz. Denn sie können angehenden Unternehmern die Stolpersteine aufzeigen. Aber: "Ein Erfolgsmodell zu kopieren, funktioniert nicht", mahnt Weisz.

Eröffnungsfeier am Abend

Der Startschuss für das Pre-Seed Accelerator Programm "Bytewerk" fällt am kommenden Donnerstag, 17. November, 18 – 21 Uhr, am Campus der Fachhochschule Hagenberg, der künftigen Wirkungsstätte der vier bis sechs auserwählten Gründer, die in Kürze bekannt gegeben werden sollen. Bei der Eröffnungsfeier ist neben Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner auch Michael Altrichter dabei. Der Unternehmer und einer der aktivsten Businessangels Österreichs ist der breiten Masse besonders als Investor durch das TV-Format "2 Minuten 2Millionen" bekannt.Nach einem Get-together nehmen die Ehrengäste mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl, JKU-Rektor Meinhard Lukas, Witold Jacak (Akademischer Leiter der FH OÖ) sowie Gerold Weisz an der Podiumsdiskussion teil. Moderatorin ist Elisabeth Eidenberger, OÖN-Online-Ressortleiterin.Mehr Infos unter http://www.akostart.at

 

Ein Interview mit Runtastic-CEO Florian Gschwandtner lesen Sie online auf nachrichten.at/karriere

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