Diese Änderungen bringt das neue Studienjahr

LINZ/WIEN. Neue Lehramtsstudien, mehr Geld für Ältere und Start für Studieneingangsphase an allen Unis - das laufende Studienjahr 2016/17 bringt so einiges an Neuem.

Die neue Lehrerausbildung sieht vor, dass alle Lehrer der allgemeinbildenden Fächer der Sekundarstufe gemeinsam studieren. Bisher wurden AHS- und BMHS-Lehrer an den Unis ausgebildet, Pflichtschullehrer hingegen an den PH. Im neuen System dürfen PH nur noch dann Studien für Sekundarstufenlehrer anbieten, wenn sie mit einer Uni kooperieren. Dadurch soll mehr Wissenschaftlichkeit in der Ausbildung sichergestellt werden. Teil der neuen Ausbildung sind daher auch Kooperationen von Unis und PH in Clustern bzw. Verbünden.

Änderung gibt es auch bei der Studienförderung: Beihilfenbezieher im Alter von über 27 Jahren bekommen einen monatlichen Zuschlag von 30 Euro, und das Ableisten eines "Freiwilligen Sozialen Jahres" wird beihilfenrechtlich dem Präsenz- und Zivildienst gleichgestellt. Außerdem entfällt die Verpflichtung zur Rückzahlung der Beihilfe wegen mangelnden Studienerfolges nach dem zweiten Semester, wenn später wieder ein günstiger Studienerfolg vorliegt.

Für eine weitere Umstellung fällt der Startschuss: Die Studieneingangsphase (STEOP) wird auf alle wissenschaftlichen Universitäten sowie gemeinsam von Kunst- und wissenschaftlichen Unis angebotene Studien ausgeweitet und vereinheitlicht. Bisher waren davon Studien mit Aufnahmeprüfung ausgenommen. Ausnahmen sind künftig durch Verordnungen der jeweiligen Rektorate nur für Medizin, Veterinärmedizin und Psychologie möglich.

Im Frühjahr 2017 bestimmen dann die Studenten über ihre Vertretung bis ins Jahr 2019. Die Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) finden im Mai oder Juni statt. Und: Im Personalbereich treten Änderungen in Kraft, die Jungwissenschaftern eine durchgängige Karriere bis zur Professur ermöglichen sollen. Dazu müssen Auswahlverfahren nach bestimmten Qualitätskriterien durchlaufen und eine sogenannte Qualifizierungsvereinbarung erfüllt werden. Dann steht der Weg in die Professorenkurie offen.

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