Von der Uni ins Rampenlicht: Karriere als Schauspieler und Opernsängerin
Bild: Sakher Amonem

Von der Uni ins Rampenlicht: Karriere als Schauspieler und Opernsängerin

Von Verena Gabriel

LINZ. Maximilian Ortner und Ilia Vierlinger stehen schon während ihres Studiums auf der Bühne.

Ausschlafen, die eine oder andere Vorlesung im Hörsaal belauschen und den stressigen Unitag gemütlich ausklingen lassen. So sieht klischeehaft der Uni-Alltag aus. Dass das nicht immer so ist, wissen Maximilian Ortner und Ilia Vierlinger von der Anton Bruckner Privatuniversität.

Der Schauspieler und die Opernsängerin stehen abends auf der Bühne. Die beiden treten dank ihres Studiums etwa fünfmal pro Jahr im Linzer Landestheater auf. Möglich macht es das Schauspiel- bzw. Opernstudio – eine Kooperation zwischen der Bruckner Universität und dem Landestheater (siehe Kasten). "So bekommen wir den Arbeitsalltag in einem Schauspielhaus mit", sagt Maximilian Ortner.

Das Schauspieler-Gen

Der 25-jährige Linzer wuchs mit der Schauspielerei auf: "Meiner Familie gehört das Kellertheater in Linz." Sein Opa hatte das Theater gegründet, das später sein Vater übernahm. Doch statt in deren Fußstapfen zu treten, schmiedet Maximilian Ortner bereits eigene Pläne: "Ich werde ein kleines Schauspielhaus in Linz eröffnen."

Obwohl ihm das künstlerische Talent in die Wiege gelegt wurde, begeisterte sich der Nachwuchs-Schauspieler in seiner Jugend eher für Immobilien. Das Makler-Dasein erfüllte ihn allerdings nicht. Mit der Bewerbung an der Bruckner Universität schlug er einen neuen Weg ein. Großen Rückhalt bekam der Junior besonders von seinem großem Vorbild: seinem Opa: "Er kommt zu allen meinen Stücken." Bisher schlüpfte Ortner immer in die Rolle eines "Bösen". "Das liegt, glaub’ ich, an meiner Statur und der Frisur. In der Rolle eines Unterlegenen tu’ ich mir schwer", sagt der Kampfsportler.

Gesangstraining von klein auf

Als eine Art Sport beschreibt Ilia Vierlinger den Operngesang: "Die Stimmbänder sind ein Muskel und müssen trainiert werden." Für die 27-Jährige kam von Anfang an nichts anderes als eine Sängerkarriere in Frage. Mit einer Gesangslehrerin als Mutter hatte sie die besten Voraussetzungen.

Heute hält Vierlinger ihre Stimme mit Unterricht an der Universität sowie mit Engagements durch das Opernstudio in Schuss. "Das Studio ist die Brücke zwischen dem Studium und einem Fest-Engagement in einem Opernhaus", sagt die Sopranistin.

Nebenbei singt die Linzerin bei einem Vocalensemble. "Der Beruf als Sängerin nimmt einen sehr großen Teil in meinem Leben ein", sagt sie. Das Theaterleben mache jedoch so viel Spaß, dass sie es als Hobby empfinde.

Schauspielstudio

Neben dem Opernstudio bietet die Anton Bruckner Universität seit dem Wintersemester auch ein Schauspielstudio. Die Kooperation mit dem Landestheater ermöglicht je sechs Masterstudenten, praktische Bühnenerfahrung während dem Studium zu sammeln.

 

 

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