Preisgekrönte Erfindung: Künstliche Nerven beschleunigen Heilung

Preisgekrönte Erfindung: Künstliche Nerven beschleunigen Heilung

Wissenschaftler der JKU haben ein spezielles Verfahren entwickelt und wurden bei internationalem Wettbewerb ausgezeichnet.

Gemeinsam mit oö. Forschungseinrichtungen haben WissenschaftlerInnen der JKU ein Verfahren entwickelt, bei dem durch künstliche Nervenzellen die Regeneration verletzten Gewebes beschleunigt werden soll.

"Es bildet damit sozusagen die Struktur eines Nervs nach. Den mikrometer-großen regenerierenden echten Nervenzellen und deren Ausläufern bietet es eine unmittelbare Wachstumsrichtung zwischen den Nervenenden. Die schnellere Regeneration ist vorteilhaft für PatientInnen, da sie mit einer schnelleren Ausheilung und einer dauerhaften Wiederherstellung der Lebensqualität einhergeht", erklärt Universitätsprofessor Oliver Brüggemann.

Mit seinem Kollegen Ian Teasdale vom Institut für Chemie der Polymere und Doktor Klaus Schröder gründete gründete er im vergangenen Jahr das Unternehmen NP Life Science Technologies KG. Die Wissenschaftler entwickeln ein bioabbaubares Implantat, das die Regeneration geschädigter, getrennter peripherer Nerven unterstützen wird. Es hat eine Länge von einigen Millimetern und besteht aus zahlreichen parallel ausgerichteten Mikrokanälen. Das Patent für dieses Verfahren wurde bereits erteilt.

Das Start-up-Unternehmen kann bereits einen großen Erfolg verbuchen: Die NP Life Science Technologies KG wurde mit dem Best of Biotech Award Phase 1 unter 31 Einreichungen ausgezeichnet.

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