Bild: Rupert Steiner

FH stellt auf "Ingenieur" um

Ungeliebter "Master"-Titel: Nach elf Jahren erlebt der Diplom-Ingenieur teils eine Renaissance. Im Technikbereich wollen Firmen und Studenten den Master nicht.

Die Fachhochschule (FH) Wels kehrt bei den Studiengängen Automatisierungstechnik und Metall-/Kunststofftechnik zum Titel Diplom-Ingenieur zurück. Vor elf Jahren wurde das zweistufige Bologna-System, das aus dem angelsächsischen Raum kommt, mit Bachelor und Master eingeführt. Diese teils umstrittene Struktur der Studiengänge bleibt nun zwar gleich. Gesetzlich ist es aber möglich, einen anderen akademischen Grad als den Master zu verwenden.

"Der renommierte Titel Diplom-Ingenieur wird in den technikorientierten Berufsfeldern nach wie vor bevorzugt", sagt Dekan Günther Hendorfer. Basis für die Umstellung war eine Befragung der 137 Mitglieds-Unternehmen im FH-Förderverein und der aktiven Studenten.

81 Prozent der Geschäftsführer sprachen sich für den Diplom-Ingenieur aus, nur drei Prozent für die Beibehaltung des Master of Science in Engineering. 100 Prozent der Automatisierungstechnik-Studenten waren für den Diplom-Ingenieur, in der Metall-/Kunststofftechnik 92 Prozent. Einige Firmen, die zahlreiche Absolventen der FH Wels aufnehmen, haben laut Hendorfer sogar noch per Telefon ihren Standpunkt verdeutlicht.

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