Bild: V. Weihbold // JKU-Rektor Meinhard Lukas freut die signifikante Steigerung in den MINT-Fächern.

Mehr Technik-Studenten an der Linzer Universität

Von Susanne Sailer

Ein Plus von 13 Prozent in den MINT-Fächern.

Die Bemühungen, mehr junge Leute für ein Technikstudium zu erwärmen, scheinen erste Früchte zu tragen. An der Johannes Kepler Universität (JKU) inskribierten in diesem Wintersemester 959 Studienanfänger in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Das ist ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt an der JKU stieg die Zahl der Studierenden um 3,4 Prozent auf 21.260.

"So eine signifikante Steigerung in den MINT-Fächern gab es seit Jahren nicht. Wir hoffen, dass eine Schubumkehr gelungen ist", sagt der JKU-Rektor Meinhard Lukas. "Uns freut’s, da die demografische Entwicklung gegen uns spielt."

Zugpferd Künstliche Intelligenz

Besonders hohe Zuwächse verzeichnen die Fächer Informatik (+35,5 Prozent) und Technische Chemie (+35,7 Prozent). "Da spielt die öffentliche Präsenz des Themas Künstliche Intelligenz eine Rolle. Wir merken das in den Lehrveranstaltungen, die auf großes Interesse stoßen", sagt der Rektor.

"Angesichts des IT-Expertenmangels ist der markante Anstieg der Informatik-Anfänger sehr erfreulich", sagt Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Er führt das auf die "forcierte und abgestimmte Technologie- und Innovationspolitik in Oberösterreich" zurück.

Im Frühjahr wird die JKU über Oberösterreich hinaus mit einer Kampagne auf sich aufmerksam machen. Denn am tatsächlichen Bedarf gemessen, ist die Steigerung bei MINT-Studierenden noch zu wenig. Auch das Studienangebot wird ausgeweitet: In einem Jahr soll zusätzlich die medizintechnische Studienrichtung Medical Engineering eingeführt werden. 

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