18.000 Tonnen Beton müssen weg: In einem Jahr ist die neue Kunst-Uni fertig
Bild: VOLKER WEIHBOLD

18.000 Tonnen Beton müssen weg: In einem Jahr ist die neue Kunst-Uni fertig

Von Sandra Chociwski (Text) und Volker Weihbold (Fotos)

LINZ. Die Universität im Herzen der Stadt wird derzeit um 36 Millionen Euro saniert

Wären da nicht die Baugerüste, würden Spaziergänger von außen kaum erkennen, dass der Westtrakt des Brückenkopfgebäudes am Linzer Hauptplatz gerade von Grund auf umgebaut wird. Im Inneren des denkmalgeschützten Gebäudes wird kräftig gewerkt und es ist, zumindest für einen Laien, schwer vorstellbar, dass die riesige Baustelle des rechten Brückenkopfgebäudes bereits Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein soll.

"Wir liegen im Zeitplan. Die Rohbauten sind bereits fertig, aktuell sind die Stemmarbeiten dran", sagt Reinhard Kannonier, Rektor der Kunstuniversität Linz, während des Rundgangs mit den OÖNachrichten. Bei genauerem Hinsehen wird klar: Die Unterrichtsstätte wird spiegelgleich zum bereits sanierten linken Gebäude der Kunstuniversität aufgebaut sein.

18.000 Tonnen Beton müssen weg: In einem Jahr ist die neue Kunst-Uni fertig

Reinhard Kannonier, Christine Windsteiger, Johann Kirschner

Mit Beginn des Sommersemesters 2019 sollen die Lehramtsstudenten, welche aktuell noch in Urfahr untergebracht sind, ihre "Heimat" neben den Kommilitonen am Hauptplatz finden. "Neben den Werkstätten wird auch ausgiebig Platz für eine Bibliothek im ersten und zweiten Stock, sowie ein Foto- und Videostudio in der dritten Etage geschaffen", sagt Vizerektorin Christine Windsteiger.

Das multifunktionale Studio wird über 38 Racks – also Haltevorrichtungen für technische Geräte – verfügen, die auf einer Höhe von 5,5 Metern montiert werden. "Diese können, ähnlich wie im Bühnenbau, heruntergelassen werden" sagt Projektmanager Johann Kirschner von der verantwortlichen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Neues Tonstudio

Um das zu ermöglichen, musste eine komplette Decke (auf der für Foto 3 noch posiert wurde) abgetragen werden. Weiters werden den 400 bis 500 Studenten am neuen Standort auch ein Tonstudio, das eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel abdämmen kann, moderne Haustechnik, neue Werkstätten für die Lehrerausbildung sowie zahlreiche Hörsäle und Seminarräume zur Verfügung stehen.

"Wir freuen uns mit den Studenten, dass sie bald im Herzen der Stadt verortet sein werden. Das ermöglicht einen lebendigen Austausch" sagt Kannonier.

18.000 Tonnen Beton müssen weg: In einem Jahr ist die neue Kunst-Uni fertig

 

 

18.000 Tonnen Beton müssen weg: In einem Jahr ist die neue Kunst-Uni fertig

 

 

 

Der Umbau der zwei Brückenkopfgebäude in Zahlen: 

 

  • 36 Millionen Euro werden insgesamt für den Umbau und die Sanierung der Brückenkopfgebäude Ost und West investiert. Die Stadt Linz und das Land Oberösterreich beteiligen sich mit je vier Millionen Euro.
  • 26.650 Quadratmeter Nettoraumfläche wird den Studenten in beiden Gebäuden zusammen zur Verfügung stehen.
  • 18.000 Tonnen Beton und Mauerwerk müssen insgesamt in beiden Gebäuden abgebrochen werden. 2500 Quadratmeter neuer Beton wird eingebaut, 270 Tonnen Bewehrungseisen verlegt und 45 Tonnen Stahl für Dachaufbauten verwendet.
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