Umfrage: Lernen mit dem Internet als Ergänzung für Kurse gewünscht

Lernen im Web nur als Ergänzung zu Kursen

Von Sigrid Brandstätter

Der Austausch mit anderen Lernenden wird als wichtig empfunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des Wifi.

Zwei Drittel der Bevölkerung bleibt an klassischen Kursen in der Erwachsenenbildung interessiert – obwohl die digitalen Angebote im Internet immer mehr werden. Videos oder andere digitale Elemente könnten nur eine Ergänzung zum Präsenzlernen sein. Jeder fünfte sagt, dass "herkömmliche Kurse nicht mehr nötig seien, weil man alles schon online lernen kann". Das ist das Ergebnis einer Befragung, die das Wirtschaftsförderungsinstitut Wifi von Imas durchführen ließ. "Wir sind mitten drin in der Digitalisierung und wollen nah an den Wünschen der Bevölkerung dran sein. Deshalb haben wir diese Basiserhebung machen lassen, die wir in regelmäßigen Abständen wiederholen werden", sagt Wifi-Institutsleiter Harald Wolfslehner.

Die Ergebnisse seien für das Wifi kein Grund zur Sorge, weil Elemente des digitalen Lernens in den Kursen längst enthalten seien. Um die Zukunft sei dem Erwachsenenbildner nicht bang. "Die Wifi-Häuser landen nicht auf dem Immobilienmarkt", sagt Wifi-Kurator Georg Spiegelfeld.

Wichtig für die Lerndisziplin

Manfred Mühlberger, Produktmanager im Wifi für EDV und Informatik, weist darauf hin, dass den Menschen die Probleme um digitales Lernen durchaus bewusst seien: "Die Zeit- und Ortsunabhängigkeit ist Fluch und Segen zugleich. Denn dass ich immer machen kann, wird oft auch mit nie verwechselt."

Lernen sei ein sozialer Prozess, der Austausch bei reinen Online-Kursen würde vielen Kunden fehlen. Auch die Lerndisziplin sei bei regelmäßiger Anwesenheitsverpflichtung höher.

An eine Reduktion der Sprachkurse – wie berichtet denkt das Berufsförderungsinstitut das an – sei nicht gedacht, so Wolfslehner.

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