JKU-Versicherungslehrgang ebnet Weg "bis in die Vorstandsetage"

Versicherungslehrgang ebnet Karriereweg

Von Hermann Neumüller

Akademische Feier für 22 Absolventen; der nächste Lehrgang beginnt im Oktober.

Am Donnerstag ehrte die Linzer Universität die 22 Absolventen des Lehrgangs für Versicherungswirtschaft bei einer akademischen Feier. Ein Lehrgang, der in der Branche einen ausgezeichneten Ruf genießt und zum 14. Mal stattfand.

"Hier wird der Führungsnachwuchs der Versicherungen ausgebildet. Karrieregarantie hat man damit natürlich keine, aber es ist eine gute Basis für den Aufstieg bis in die Vorstandsetage", sagt Josef Stockinger, Vorsitzender des Instituts für Versicherungswirtschaft an der JKU und Generaldirektor der OÖ Versicherung, im Gespräch mit karriere.nachrichten.at.

Es ist der 14. Abschluss dieses Lehrgangs, insgesamt 356 Männer und Frauen haben den Lehrgang bisher absolviert. "Wir haben uns in dieser Zeit eine unglaubliche Reputation aufgebaut", sagt Lehrgangsleiter Helmut Pernsteiner, Vorstand des Instituts für betriebliche Finanzwirtschaft. Die Kombination von Vortragenden aus der Branche und die juristische und betriebswirtschaftliche Expertise der Universitätsprofessoren, die diesen Lehrgang trägt, habe sich bewährt, so Pernsteiner.

Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Berufstätige aus der Versicherungsbranche, sowohl angestellte Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen als auch an Makler. "Es sind aber auch Leute aus der Industrie dabei, vor allem aus Großunternehmen, die entsprechende Abteilungen haben", sagt Stockinger.

Der Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern steige in der Versicherungsbranche vor allem deshalb, weil einerseits die Vorschriften seitens der Aufsicht immer strenger werden, andererseits auch die "Risikolandschaft immer bunter" werde, so Stockinger.

Als Exporteur in die USA beispielsweise, oder als Lieferant eines international agierenden Handelskonzerns brauche es eine versicherungstechnische "Maßschneiderei" für derartige Unternehmen bzw. deren Risiken. "Dazu braucht man Profis", sagt Stockinger.

Auch die Digitalisierung der Branche erzeuge außerdem Druck in Richtung Vereinfachung der Produkte. Das sei zwar angenehm für die Kunden, bei den Versicherungen fordere das aber hochkomplexe Prozesse im Hintergrund, so Stockinger.

Der nächste Turnus dieses Universitäts-Lehrgangs startet im kommenden Oktober. 2200 Euro pro Semester kostet die Teilnahme. "Überlaufen" sei der Lehrgang nicht, sagt Lehrgangsleiter Pernsteiner. Rechtzeitige Anmeldung sei trotzdem ratsam.

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