Limak will Geschäftsmodell auf ganz Österreich ausrollen

Limak will mit Geschäftsmodell expandieren

Von Martin Roither

Die Linzer Managementschule wuchs erneut und eröffnet einen Standort in Wien.

Die Linzer Management-Akademie Limak will ihr Geschäftsmodell auf ganz Österreich ausrollen. Dafür sollen außerhalb Oberösterreichs Standorte eröffnet werden. Den Anfang macht Wien: Dort werde 2018 ein Büro aufsperren, teilte Limak-Präsident und Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger diese Woche mit. Langfristiges Ziel sei es, Österreichs führende Institution für Aus- und Weiterbildung von Managern zu werden.

"Wir haben schon jetzt viele Kunden aus Wien, etwa von Strabag oder Uniqa", sagte Gasselsberger. "Wenn wir mehr Angebote stellen wollen, müssen wir in Wien präsent sein." Kursteilnehmer der Limak sollen ab Herbst 2018 zwei Drittel des MBAs in Ostösterreich absolvieren können.

"Angebot weiterentwickeln"

Aber nicht nur bei der Ausrichtung, sondern auch im Team der Limak gibt es Veränderungen: Neu an der Seite von Geschäftsführer Gerhard Leitner ist Robert Breitenecker als wissenschaftlicher Leiter. Der 44-jährige Kärntner hat im März seine Professur für Global Business Studies an der Linzer Kepler-Uni angetreten. Er verantwortet dort die Lehre und Forschung im Innovationsbereich. Zuvor arbeitete der vierfache Familienvater an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt als Professor für Innovationsmanagement und Entrepreneurship. "Ich will die Qualität der Ausbildungsprogramme der Limak sichern und das Angebot für Unternehmen weiterentwickeln", sagt Breitenecker.

Zu diesen neuen Angeboten zähle der MBA Digital Economy und New Business Development. Dieses Programm startet ab Herbst in Linz und richtet sich an Manager, die sich mit der Digitalisierung in ihrem Unternehmen beschäftigen. "Wenn Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nicht erkennen und keine neuen Geschäftsmodelle entwickeln, haben sie keine Chance", sagt Gasselsberger.

Die Limak wuchs 2016 das dritte Jahr in Folge. 1057 Teilnehmer nahmen im Vorjahr die Aus- und Weiterbildungsangebote in Anspruch. Das sind um zehn Prozent mehr als noch 2015. Seit 2010 hat sich die Zahl der Teilnehmer verdreifacht.

Der Umsatz sei 2016 um 15 Prozent gestiegen, sagte Geschäftsführer Leitner. Genaue Zahlen gibt die Limak nicht bekannt, weil sie nicht börsennotiert ist.

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