bfi reagiert auf Kundenwünsche: Häppchen statt ganzes Studium

bfi bietet auch Häppchen statt ganzes Studium

Von Sigrid Brandstätter

3200 Kurse hat das Berufsförderungsinstitut im kommenden Kursjahr, also September bis Juni, im Angebot. Institutschef Christoph Jungwirth ist zuversichtlich, dass sein Trainerteam mehr Teilnehmer als zuletzt begrüßen kann: "Die Vorbuchungen sind stärker als im Vorjahr."

Und das, obwohl – wie berichtet – das bfi seinen Kurskalender durchforstet hat und Angebote – etwa im Sprachenbereich herausnimmt, weil es gerade in diesem Bereich immer mehr Internetkurse gibt. Dies sei eine Auswirkung der Digitalisierung, sagt Jungwirth.

Eine andere macht sich das bfi zu Nutze: Für den Kurszeitraum (bei 25 Einheiten Minimum) erhalten die Teilnehmer einen MS-Office-Zugang bis drei Monate über den Kurs hinaus. "Das hat den Vorteil, dass alle Kursteilnehmer den gleichen Software-Standard haben. Sie erhalten auch Zugang zur Lernplattform mit weiteren Unterlagen, speichern ihre Lösungen in der Cloud", sagt Jungwirth.

Auf einen Trend reagiert das bfi ebenfalls: Die Angebote werden kleinteiliger. "Einzelne Teile eines Studiums etwa von der Hamburger Fern-Hochschule können als Zertifikatslehrgang belegt werden. Sie werden dann gegebenenfalls auf ein Studium angerechnet. Ein Schwerpunkt im bfi sind Ausbildungen im Gesundheitsbereich, für den es ein eigenes Kursprogramm gibt. Fast zehn Prozent aller Teilnehmer wählen aus diesem Segment.

Jeder fünfte Kurs ist ein Angebot im Rahmen der Berufsreifeprüfung, für die einzelnen Fächer gibt es auch eine Durchführungsgarantie, sagt Jungwirth. 45.500 Teilnehmer haben im Vorjahr einen bfi-Kurs besucht.

 

Abschluss nachholen

Forciert werden im Kursbuch 2017/18 die Kurse für Erwachsene, die sich auf einen Lehrabschluss vorbereiten. Angeboten werden kaufmännische Berufe und Metallberufe, insgesamt 37. Dafür gibt es auch eine erhöhte Förderung. Mit einem Einstiegstest wird festgestellt, ob Basismodul oder nur Spezialisierungsmodul nötig sind. Im Vorjahr haben mehr als 1000 Personen auf diesem Weg einen Lehrabschluss erworben.

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