Bildung
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Die mächtigste Waffe der Welt

Digitalisierung, technischer Fortschritt – die ständige Weiterbildung wird in unserer komplexen Welt immer bedeutender.

"Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung." Dieses Zitat von John F. Kennedy trifft es auf den Punkt. Denn berufliche Weiterbildungen werden immer lohnender und bedeutender. Auch die Arbeitgeber werden sich dieser Tatsache immer stärker bewusst. Lebenslanges Lernen wird von Unternehmen als sehr wichtig eingeschätzt – besonders im Bereich digitale Kompetenzen.

Das zeigte die Studie "Weiterbildung 2017", für die von MAKAM Research Führungskräfte und Personalverantwortliche von 500 Firmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden. Fast jedes fünfte der befragten Unternehmen wollte mehr in Weiterbildung investieren als im Vorjahr. Wie bei den Untersuchungen der Vorjahre wurden die Unternehmen auch heuer wieder gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen.

Weiterbildung in Marketing und Verkauf

Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen wie schon im Vorjahr durch Marketing- und Verkaufstrainings, gefolgt von Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung in den Bereichen Technik und Produktion sowie Informatik und EDV-Anwendungen. 90 Prozent sehen großen Weiterbildungsbedarf im Bereich "Digitale Kompetenzen". Beschäftigte sollen laut der Umfrage vor allem im Bereich IT-Sicherheit und Datensicherheit noch mehr digitale Kompetenzen erwerben – 60 Prozent orten hier großen Weiterbildungsbedarf.

Wie lehren und lernen wir morgen?

Befördert durch neue digitale Technologien und den technologischen Wandel wird sich das Bildungswesen weiter verändern. Tabletklassen in den Schulen, Seminare im Internet und Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality sind nur ein paar der brennenden und aktuellen Themen im Bildungsbereich. Bildung ist nicht mehr nur Eliten vorbehalten, Zeit und Raum sollen keine Rolle mehr spielen. Doch die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung sorgen auch oft für Verunsicherung. Lehrende und Lernende müssen sich in der Welt der digitalisierten Bildung aufeinander zu bewegen.

Eine komplexe neue Welt

Wie sich Hochschulen auf künftige Herausforderungen vorbereiten können, stand auch im Mittelpunkt der Triennale-Konferenz der International Association of University Presidents (IAUP), die heuer zum ersten Mal in Österreich stattfand. Forscher und Hochschulrektoren aus der ganzen Welt blickten gemeinsam in die Zukunft der Bildung. Die Universitäten müssen lebenslanges Lernen als ihre wesentliche Aufgabe verstehen – und die Studierenden mit der Fähigkeit ausstatten, sich in dieser komplexen Welt zurechtzufinden.

Learnability: eine wichtige Kompetenz

Die sogenannte Learnability, also der Wunsch und die Fähigkeit, seine Kenntnisse im Laufe des Berufslebens weiterzuentwickeln und anzupassen, wird für Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer mehr zum Erfolgskriterium. Für die Arbeitnehmer ist es wichtig, sich um eine kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Kenntnisse zu bemühen, um am Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Für Arbeitgeber hingegen ist es wichtig, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihren Kenntnisstand stetig zu erweitern. Für sie wird es zur zentralen Aufgabe, Mitarbeiter zu ermutigen, ihr Kompetenzprofil der sich rasch verändernden Arbeitswelt anzupassen. Hierfür müssen die Unternehmen ihren Beitrag leisten – und sicherstellen, dass jemand, der sich weiterqualifizieren möchte, auch die Chance dazu hat.

Denn schließlich sind Bildung und Wissen die mächtigsten Waffen und Ressourcen am Arbeitsmarkt – sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Unternehmen.

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