Bild: Colourbox.de // Abwechslungsreiche Kursgestaltung etwa mit Online-Zwischentests macht das Lernen heute kurzweiliger.

So macht Lernen Spaß!

Von Ulrike Rubasch

In der Weiterbildung hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Sowohl bei den Kursinhalten als auch der Art, wie gelernt wird: Mit Online-Plattformen, E-Learning, kurzweiligen Internet-Tests und Live-Chats. Ein Überblick über Oberösterreichs Weiterbildungstrends.

Für eine bessere Orientierung im Weiterbildungsdschungel hat das WIFI OÖ das Online-Tool „Karrierewege“ entwickelt, das über 540 mögliche Qualifizierungen aufzeigt. Zu den jeweiligen Ausbildungswegen gibt es detaillierte Beschreibungen. Nutzen für die Kunden: Kein langwieriges Zusammensuchen einzelner Kurse, rascher Durchblick bezüglich Einstiegsvoraussetzungen, weiterführende Ausbildungen und Zusatzkurse, klarer Ausbildungsfahrplan samt Kostenplan.

Sie wollen Kranführer/-in werden,haben wenig Zeit, wollen effizient lernen und dann, wenn es für Sie passt, und nicht, wenn gerade Kurs ist? Kein Problem. Die heutige Weiterbildungskultur passt sich zunehmend den Bedürfnissen des modernen Menschen an und bietet dank Digitalisierung praktische Lernwege.

So hat etwa das Berufsförderungsinstitut (BFI) OÖ die Möglichkeit geschaffen, online die Stapler- und Kranprüfung zu machen. Kursteilnehmer/innen erhalten einen kostenlosen Zugang zum Online-Lernprogramm zusätzlich zum Skriptum. Auch die Prüfung wird online im BFI absolviert. „Der Einsatz digitaler Tools erzeugt einen großen Mehrwert für das gesamte Kursangebot und für alle Teilnehmer“, sagt Roman Weiss-Engelsberger, Leiter Marketing BFI OÖ. Sein Institut durchlief 2017 eine Modernisierungswelle. Das Kursangebot wurde durchforstet, „weg vom Bauchladen, hin zu hochwertigen und anerkannten Abschlüssen“.

Sie bevorzugen, eigenständig, zeit- und ortunabhängig zu lernen? „Die E-Learning-Kurse ermöglichen Ihnen, Ihre gewählten Kursinhalte mit interaktiven Lernmaterialien, Videovorträgen und nach Wahl mit individuellem Coaching zu erlernen“, verspricht das Institut. Das verschaffe den Kursteilnehmern einen höheren Grad an Selbstständigkeit und Unabhängigkeit beim Lernen und spare noch dazu Zeit und Kosten.
Auch beim WIFI sind in vielen Kursen digitale Lernformen in unterschiedlichster Form integriert. Dies bringt einerseits eine abwechslungsreiche Kursgestaltung und aktiviert das Lernen. Andererseits verwenden WIFI-Trainer digitale Lernelemente zum gezielten Wiederholen oder auch zum Vertiefen des Lernstoffs. Dazu stellt das WIFI seinen Kunden Lernplattformen, die WIFICommunity, Multimedia-Einheiten und andere digitale Lernformen zur Verfügung, wie sie zum Beispiel in den neuen Web- Design-Ausbildungen enthalten sind.

Digitalisierung mehr als nur ein Schlagwort

Vom WIFI-Kursprogramm 2017/18, das über 9100 Kurse und Seminare umfasst, widmen sich rund 1200 dem Thema Digitalisierung/ Industrie 4.0. Vom Netzwerktechniker bis zum Roboterbediener, vom Datenschutzbeauftragen bis zum Datenbankentwickler, von den Grundlagen des Online-Marketings bis zur Entwicklung CMS-basierter Websites, vom modernen Office Management bis zum E-Tourismus- Management, vom Anlagentechniker bis zur Smart Factory 4.0. Das Angebot ist vielseitig und für unterschiedliche Branchen und Niveaus ausgerichtet.

Ein Beispiel für eine solche Ausbildung ist der Kurs „Smart Factory – Industrie 4.0” am WIFI Linz, der am 18. Juni für 2160 Euro startet und 120 Einheiten dauert. Das Einstiegsniveau sind Techniker, Mechatroniker
oder Anlagenerrichter. Hier lernen die Teilnehmer verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten einer automatisierten Anlage realitätsgetreu anhand einer Modellfabrik kennen. Das Spektrum erstreckt sich von intelligenten Sensoren bis hin zur Gestaltung eines Webbrowsers für die Visualisierung der Daten via Smartphone oder Tablet, sodass sie jederzeit an jedem Ort die Daten der Anlage abrufen können.

Abseits der Digitalisierungswelle sind weiterhin Kurse im Bereich Buchhaltung, Personalverrechnung sowie Berufsreifeprüfung oder auch Werkmeister stark nachgefragt, berichtet das WIFI OÖ. Darüber hinaus werden auch Kurse zur Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung (Lehrabschluss am 2. Bildungsweg) oder auch zur Vorbereitung auf die Meister- und Befähigungsprüfung gerne gebucht.

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