Training für den Schweinehund
Bild: (Cityfoto/Pelzl)

Training für den Schweinehund

Von Daniela Ullrich

Wirtschaftsakademie: Motivationsexperte und Trainer Stefan Frädrich erklärt, wie man seinen inneren Schweinehund handzahm macht und zum Freund werden lässt.

Der deutsche Motivationsexperte Stefan Frädrich und sein Motivations-Maskottchen "Günter" führten Mittwoch Abend durch einen spannenden Vortrag im Zuge der OÖN-Wirtschaftsakademie- und Führungsimpulse-Veranstaltungsreihe.

Frädrich referierte über Günter, den inneren Schweinehund, und wie man sich ihn zum Vorteil macht. Erkenntnisse aus Motivationspsychologie, Coaching und Neurowissenschaft sollen dabei hilfreich sein. Denn, wer kennt diese innere Stimme nicht? "Schaffst du sowieso nicht!", "Mach’s so wie immer!" oder "Später passt es besser!"

"Der innere Schweinehund ist immer motiviert, weil er eine Metapher für die Programme ist, die in unserem Gehirn ablaufen. Sobald ,Günter‘ aber die Mechanismen echter Motivation versteht, wird er zum regelrechten Motivator", sagt Trainer Stefan Frädrich.

Sei es im Berufsleben, in der Beziehung oder beim Thema Gesundheit: Wenn man einmal versteht, wie das System von "Günter" funktioniert, fällt es leicht, dieses auch im Alltag effektiv einzusetzen. Und das geht so:

Es ist sinnlos, den inneren Schweinehund zu bekämpfen. Sinnvoller ist es, mit ihm zusammenzuarbeiten und Frieden zu schließen. Wenn "Günter" weiß, was einem gut tut, geht er auch in die richtige Richtung. Man muss unterscheiden, wann die innere Stimme unterstützt und wo sie blockiert, indem sie vorgaukelt, die Vergangenheit sei noch aktiv. "Wozu einen Mitarbeiter-Führungsstil ändern? Lief doch immer gut!"

Tue das, was du tust mit Leidenschaft und sehe (d)einen Sinn dahinter. "Wenn man echte Begeisterung für sein Handeln und Tun aufbringt, wird im Kopf Dopamin ausgeschüttet. Das sorgt unter anderem dafür, dass unser Lernsystem im Kopf aktiviert wird und uns langfristig motiviert", sagt Stefan Frädrich.

Nicht grübeln, sondern loslegen. Jetzt gleich! Der freie Wille steht über allen Dingen. Daraus ergeben sich dann bestimmte Handlungen, die einen zum Ziel führen. Den richtigen Augenblick gibt es nicht, es ist wichtig, ins Tun zu kommen.

Zwei Tipps des Experten zum Abschluss: 

1) Das "Anfangen" ist immer am Schwierigsten. Zum Beispiel in der Früh. Daher: Finden Sie jeden Morgen etwas, wofür Sie dankbar sind. Dann fällt Ihnen das Aufstehen gleich viel leichter.

2) Um motiviert in den Tag zu gehen: Versuchen Sie jeden Tag, etwas besser zu machen als am Tag zuvor! 

 

Zur Person: Seit 2003 ist der studierte Mediziner Stefan Frädrich als Trainer, Redner, Coach und Consultant erfolgreich unterwegs.

Er schrieb mehrere Bestseller und ist außerdem Initiator, Inhaber und Geschäftsführer der Gedankentanken GmbH, einer Internetplattform, auf der positive und konstruktive Gedanken und Ausführungen mittels Gratis-Videos verbreitet werden. www.gedankentanken.com

 

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