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Was machen Sie eigentlich, Herr Webersdorfer?

Von Daniela Ullrich

Unternehmensberater Manfred Webersdorfer stellt sich unseren Fragen

Stolz blickt Manfred Webersdorfer auf seine berufliche Laufbahn zurück: „Im letzten Jahr meines Studiums bin ich ins Arbeitsleben eingestiegen und  habe 25 Jahre lang in der Industrie gearbeitet. Zehn Jahre davon in der Geschäftsführung des Welser Logistikspezialisten TGW, bevor ich mich selbstständig machte“, erzählt der geschäftsführende Gesellschafter vom Personalberater Hill-Webersdorfer.


Der Weg in die Personalberater-Szene ergab sich im Jahr 2013 eher durch einen Zufall, der ursprüngliche Plan des 54-Jährigen war es, als Privatier das Leben zu genießen: „Das entspricht aber nicht meinem Naturell, ich arbeite viel zu gerne deshalb belastet es mich auch nicht. Und, ich mag das Gefühl gebraucht zu werden.“
Das Unternehmen Hill Webersdorfer gilt als der Industrieexperte in der oberösterreichischen Personalberaterszene: „Industriekunden merken einfach, dass ich deren Anforderungen verstehe“, sagt Manfred Webersdorfer dessen große Leidenschaft Afrika heisst. Bereits im Oktober geht es wieder für einen dreiwöchigen Urlaub nach Botswana und Simbabwe.

Interview: Was machen Sie eigentlich, Herr Webersdorfer?

Wie erklären Sie einem sechsjährigen Kind, was Sie beruflich machen?

Wir von Hill Webersdorfer suchen für Unternehmen im Bedarfsfall die am besten geeigneten Mitarbeiter aus.

Und was antworten Sie auf die Frage, warum Sie dafür Geld bekommen?

Diese qualifizierte Suche braucht viel Zeit und Wissen über die Anforderungen der Unternehmen und dafür werden wir bezahlt.

Was macht sie glücklich?

Wenn ich Menschen dabei unterstützen kann, mehr aus seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu machen.

Woran erkennt man einen guten Chef?

Wenn er Mitarbeitern nicht vorgibt, wie Sie etwas zu machen haben, sondern diesen auf Basis einer strategischen Ausrichtung Ziele klarmachen kann und dann die Mitarbeiter selbständig arbeiten läßt und Sie nur bei Problemen unterstützt.

Was sollte ein Mitarbeiter auf keinen Fall zu seinem Chef sagen?

Ich habe keine Lust zu arbeiten

Mein erstes Geld habe ich verdient …

als Hilfsarbeiter am Bau.

Was möchten Sie gut können?

Menschen und Unternehmen optimal auf die Anforderung eines Marktes auszurichten

Wen fragen Sie außerhalb der Familie um Rat?

Meine Lebensgefährtin und meine beiden besten Freunde.

In welchem Unternehmen möchten Sie einen Monat lang Chef sein?

In meinem eigenen Unternehmen.

Wann schalten Sie Ihr Handy aus?

Eigentlich nie, denn mir macht „Arbeit“ Spaß.

Welches Buch wollen Sie lesen, hatten dafür aber zuletzt zu wenig Zeit?

Die Brüder Karamasow von Fjodor-Dostojewskij.

Wenn ich einmal frei habe, mache ich als Erstes…

Pläne für eine Expedition in Afrikas Nationalparks.

Das liegt immer auf meinem Schreibtisch:

Ein Schreibblock zum Notieren von Ideen.

Diese Person hat meinen Werdegang geprägt:

Ludwig Szinicz (Eigentümer von TGW)

Würden Sie nicht in Ihrer momentanen Firma arbeiten, womit würden Sie wahrscheinlich sonst Ihr Geld verdienen?

Als Händler von hochwertigen Weinen.

Dieser Schauspieler könnte mich in einem Film verkörpern:

Tom Hanks.

Diese unternehmerische Leistung finde ich bewundernswert:

Die „Neu-Erfindung“ von Apple nach deren Fast-Pleite durch Steve Jobs (auch wenn ich ihn als Menschen hinsichtlich seiner persönlichen Werte überhaupt nicht schätzte).

Wenn ich mit dem Bundeskanzler tauschen müsste, würde ich …

Den Menschen ganzheitlich die Wahrheit über die Situation und die Finanzen des Staates sagen. Dann würde vermutlich die Mehrheit auch unpopuläre, aber notwendige Maßnahmen mittragen.

Meine Großmutter hat immer gesagt:

Leider kannte ich meine beiden Großmütter kaum.

Wenn ich einmal in Pension gehe, sollen die Leute über mich sagen:

Ich werde vermutlich nie in Pension gehen, aber wenn ich mal alt bin, sollen die Menschen sagen: er hat beigetragen, dass ich gutes bzw. sinnvolles Leben führen konnte.

 
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