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Aus Studenten-Jux wurde eine erfolgreiche Geschäftsidee

1000 Dinge zu tun: Student Jan Pöltner aus Vöcklabruck gründete digitalen Führer für Stadt- und Landleben.

Wer die schönsten Heurigen in Wien sucht oder die romantischsten Ausflugsziele – auf "1000things.at" wird man schnell fündig. Dahinter steht der aus Vöcklabruck stammende Jan Pöltner (25), der den digitalen Führer durch das moderne Stadt- und Landleben entwickelt hat.

Die Idee zu "1000things" entstand eines Nachmittags in einer Wiener Wohngemeinschaft: "Eigentlich hätte ich auf der Uni sein sollen, bin aber daheim vorm PC versumpft", schildert Pöltner die Anfänge. "Ich habe auf Facebook die Seite ‚1000 things to do’ in Vienna gegründet, einfach um zu schauen, ob sich ein paar Menschen finden, denen die Idee gefällt." Doch innerhalb weniger Stunden hatte die Facebook-Seite bereits 60.000 Likes.

Büro war schnell zu klein

Sechs Monate später ging dann die Website online. Anfangs wurde das mit seinen WG-Mitbewohnern aber noch eher als Hobby betrieben. Nach dem Journalismusstudium wurde 2015 aus dem Spaß schließlich ein Start-up-Unternehmen. Ein eigenes Team für den Vertrieb sowie eine Redaktion wurden eingestellt, ein kleines Büro bezogen – gemeinsam versuchte man, ab sofort online auch Werbeflächen zu verkaufen. "Die Auftragslage war gut, wir mussten uns schnell nach einer größeren Bürofläche und mehr Mitarbeitern umschauen", erzählt der Gründer.

Im Oktober 2016 wurde das "1000things"-Angebot schließlich durch einen eigenen Österreich-Ableger ergänzt, ab sofort gab es landesweit täglich Tipps und "things to do". "Wir wollen damit Tourismusregionen und coolen Angeboten in ganz Österreich die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und damit Menschen im ganzen Land zu Unternehmungen inspirieren."

Nach dem Österreichableger soll mit einem mittlerweile 13-köpfigen Team in Kürze auch der Schritt nach Deutschland gelingen. "Wir sind überzeugt, dass 1000things in Städten ab einer gewissen Größe überall möglich ist. Deutschland ist schon alleine aus sprachlichen und geografischen Gründen unser nächster Markt." Gestartet wird demnächst mit München. Berlin, Hamburg und Köln sollen dann folgen.

Die Verbindung zur alten Heimat hält der Gründer und Geschäftsführer von "1000things" aufrecht. "Ich komme noch öfter nach Hause", sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten. Welche Inspirationen hat Jan Pöltner für einen Abstecher in der Vöcklastadt parat? "Ich empfehle unbedingt einen Besuch im OKH, dort ist es unheimlich lässig, vor allem in einer lauen Sommernacht." Weiters legt er Besuchern einen Ausflug zum Vöcklawehr und zur Schlierwand ans Herz. Schließlich rät er Vöcklabruck-Gästen dazu, einen Kaffee auf der Terrasse des Café Mayr zu genießen.

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