Bild: OON // Staudinger: Wenn sich Alpakas mit Menschen angefreundet haben, lassen sie sich knuddeln wie ein Teddybär

Alpaka-Züchter statt Wirt

Von Gerhard Hüttner

Thomas Staudinger mausert sich zu einem der besten Alpaka-Züchter Österreichs. Er erzeugt vom Fell seiner 50 Alpakas hochwertige Wolle und Filz.

Thomas Staudinger ist aus der Gastro-Szene ausgestiegen und betreibt seit zwei Jahren im Vollerwerb eine Alpakazucht. Der 47-Jährige hat in seinem Betrieb in Rutzenmoos 50 Tiere, deren Fell er zu Wolle verarbeiten lässt. Staudinger gehört zu den besten Züchtern Österreichs, dementsprechend gefragt sind die Dienste seiner Deckhengste.

Als die Familie 2003 ein Haus im Grünen baute, entstand die Idee zum Selbstversorgen. Anfangs wurden Schafe, Hühner und Enten gehalten, Thomas Staudinger machte die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter. Als es daran ging, die Tiere zu schlachten und danach gar zu essen, stieß man an unüberwindbare Grenzen.

"Wir brauchen ein Tier, das wir nicht schlachten müssen", lautete die Devise. So kam Staudinger auf die Alpakas, die in der Haltung extrem anspruchslos sind. Zum Fressen kriegen sie Heu und Gras, ob’s heiß oder kalt ist, ist den Herdentieren, die aus Südamerika stammen, völlig egal, sie leben in Rutzenmoos auf der Weide und in einem offenen Stall.

Einmal im Jahr werden Alpakas geschoren. Ihre Wolle zählt neben Kaschmir und Seide zu den wertvollsten Naturfasern der Welt. Vier bis sechs Kilo Wolle liefert ein Tier. Partnerbetriebe erzeugen daraus Wollknäuel und Filz, zwei Strickerinnen produzieren Hauben und Socken und in Auftragsarbeit auch Jacken und Pullover.

"Der Trend geht zur ungefärbten Wolle", schildert Staudinger. Es gibt sie in allen Farbnuancen von weiß bis schwarz. Produkte aus Alpaka-Wolle sei besonders langlebig und angenehm zu tragen. Staudinger gibt dafür sogar eine Anti-Kratz-Garantie.

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