Bild: privat // Denis Richter mit seinem Gesundheitstrunk Chia Birds

Wie aus Chia-Samen ein Energy-Drink wurde

Von Hermann Neumüller

Der Linzer Denis Richter wagt sich mit Chia Birds in das Revier von Red Bull & Co.

Dass Denis Richter als Kind die Ferien bei seiner Oma in Fuschl verbracht hat, dem Sitz von Red Bull, ist reiner Zufall, auch wenn er dort den Aufstieg des Energy-Drink-Riesen hautnah miterlebte. Jetzt will er selbst genau diesen Markt aufmischen.

Mit Chia-Samen. "Ich habe in einem Fachmagazin davon gelesen und mir welche bestellt", erzählt Richter. In seiner Küche habe er dann Müsliriegel damit gebacken, bis ihm die Idee kam, damit einen Energy-Drink zu machen. Als Eigentümer einer Werbeagentur hatte er nicht gerade die idealen Voraussetzungen, um auf dem Getränkemarkt Fuß zu fassen.

"Alle sagten es ist unmöglich..."

"Ich wurde anfangs ausgelacht. Mit Chia-Samen ein Getränk zu machen, galt in der Branche als unmöglich", sagt Richter. Seiner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass er es schaffte, auf Basis von Grüntee, Ingwer, Minze, Limette und natürlich mit Chia-Samen einen Energy-Drink zu mischen. "Chia Birds" war geboren. Nur halt in der Küche Richters.

Einen Abfüller für das Getränk zu finden und vor allem Abnehmer im Handel, war nicht minder schwierig. Den Abfüller fand Richter nach mehreren Anläufen und mit Hilfe des Lebensmittel-Clusters in der Frankenmarkter Getränkegruppe Starzinger.

Alle Hürden gemeistert

Dann tat sich die nächste Hürde auf: Der Handel war zwar interessiert, aber für den Vertrieb der Chia Birds brauchte es noch die Zulassung der Lebensmittelbehörden. Auch diese Hürde nahm das Getränk. Eine Auszeichnung auf der größten Lebensmittelmesse, der Anuga in Köln, weckte das Interesse einer Reihe von Handelsketten, darunter Rewe und Spar. Jetzt sucht Richter Investoren, um die Chia Birds so richtig zum Fliegen zu bringen. "Es gibt vielversprechende Verhandlungen", sagt Richter dazu.

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