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Tipps zu mehr Wohlbefinden im Job

„Stress gehört zu den größten Karriereblockern im Berufsleben“, erklärt Christoph Trauttenberg, Direktor von Michael Page in Österreich.

„Fakt ist auch, dass beispielsweise die Merkfähigkeit laut Studie von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek bei StudienteilnehmerInnen mit dem höchsten Stressniveau auf die Hälfte der möglichen Kapazität abgefallen ist. Auch wurde festgestellt, dass bei Multitasking die Entspannungszyklen ausblieben, weil sich der Herzschlag nicht mehr verlangsamt", so Trauttenberg.

Er empfiehlt aus diesen Gründen allen Arbeitnehmern auf sich selbst zu hören und bewusst Stressreduzierung als Erfolgsmethode einzusetzen.

Vier Tipps zu mehr Wohlbefinden im Job:

1. Sozialkontakt statt Mail-Kontakt
Zu den einfachsten Ansätzen für mehr soziale Kontakte zu Kollegen und Mitmenschen gehört der Verzicht auf unnötige E-Mails. Stehen Sie auf und gehen Sie rüber zu ihrem Kollegen bzw. ihrer Kollegin. Selbst wenn der Kontakt von Angesicht zu Angesicht nur wenige Momente dauert, erleben Sie dabei den Gesichtsausdruck Ihres Gegenübers. Sie hören den Ton der Stimme und gewinnen dadurch ein tieferes Verständnis der Situation. E-Mails bringen uns auch deshalb aus dem Gleichgewicht, weil sie unsere Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und uns von unserer eigentlichen Aufgabe ablenken. Je mehr Mails im Posteingang warten, desto größer der Zeitverlust. Um dem entgegenzuwirken lohnt es sich, das Mailprogramm öfter einmal zu schließen oder nur in bestimmten Zeitabständen zu prüfen.

2. Kleine Veränderungen, große Wirkung
Ängstlichkeit und Stress sind schwer aus dem Arbeitsleben zu verbannen. Aber es ist auch nicht unmöglich und selbst kleine Schritte sind besser als gar keine. Akzeptieren Sie, dass es Tage gibt, an denen negative Gefühle stärker im Vordergrund stehen und selbst Kleinigkeiten eine Überforderung darstellen können. Ein wissender, toleranter Umgang mit dieser Tatsache erleichtert den Umgang mit der Angst und mindert die Last.

3. Innehalten und Reflektieren
In einer schnelllebigen Welt ist Hektik der Normalzustand. Manchmal verlieren wir uns dabei selbst aus den Augen. Reflektion und Selbstwahrnehmung dienen dem Verständnis unserer Emotionen und verschaffen uns die nötige Zeit, uns mit ihnen zu beschäftigen. Nehmen Sie sich also mehr Zeit für Selbstwahrnehmung. Übungen in Achtsamkeit im schnöden Alltag sind eine gute Strategie, um mehr Ruhe, mehr Entspannung und mehr Lebensfreude zu empfinden. Gleichzeitig schärfen wir dabei unser Verständnis für die Menschen in unserem Umfeld und für unsere Arbeitssituation.

4. Lernen zum Stressabbau
Achtsamkeit und der Kontakt zu Kollegen und unserem Umfeld sind wichtig für unsere seelische Gesundheit. Genauso nutzbringend ist auch unsere Fähigkeit, Neues zu lernen. Niemand ist allwissend. Nicht einmal Experten können das von sich behaupten. Wenn wir unsere Zeit dem Lernen widmen, ist das gleichermaßen sinnstiftend wie auch nützlich in Meetings, Diskussionen und im Arbeitsalltag.

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