Was Jobsuchende tun können, damit Recruiter sie finden
Bild: OON

Statt bewerben einfach gefunden werden

Von Susanna Sailer

Bertram Klinger und Bernhard Winkler von der Personalberatung Trescon geben Tipps, wie sich potenzielle Kandidaten im Internet präsentieren müssen, um von Recruitern auch entdeckt zu werden.

Für Personalberater, die für ihre Kunden die geeigneten Kandidaten für eine freie Stelle suchen, ist der Besuch von Online-Business-Portalen wie Xing oder LinkedIn bereits zur Routine geworden. Profile, die dort angelegt werden, sind wie eine Visitenkarte, die sich jeder selbst gestalten kann. Geht es also um das Gefundenwerden, so führt kein Weg an einem professionellen virtuellen Auftritt in einem der gängigen Business-Networking-Portale vorbei. Das ist dabei laut Personalberater Trescon zu beachten:

Schlüsselwörter verwenden

Im Profil müssen jene Wörter vorkommen, die im Kontext zu der gewünschten nächsten Tätigkeit bzw. zum nächsten angestrebten Karriereschritt stehen. Wenn diese so genannten Keywords nicht im Lebenslauf stehen, sollten sie unter den Kompetenzen angeführt sein.

Auf Qualität achten

Auch wenn die Erstellung eines Profils zeitintensiv ist - der Auftritt auf Plattformen wie Xing oder LinkedIn muss Qualität haben. Das bedeutet nicht unbedingt voll, dass es mit Inhalt voll überfrachtet sein soll. Weniger kann oft mehr sein, wenn es ausgewählt, zielgerichtet und konsequent eingesetzt ist. Wichtig ist auch, das Profil regelmäßig zu warten.

Jobplattformen nützen

Es gibt die Möglichkeit, Profile auf Datenplattformen wie beispielsweise Experteer zu hinterlegen. Diese werden von Headhuntern abonniert.

Ego-Branding

Beim Personal- oder Ego-Branding geht er darum, die eigene Persönlichkeit und die fachlichen Kompetenzen ins rechte Licht zu rücken. Der Aufbau einer Eigenmarke und einer positiven Reputation soll das Resultat sein. Die eignen Fähigkeiten hochtrabend anzupreisen ist allerdings nicht Sache der Mehrheit der Österreicher. Trescon-Berater Bernhard Winkler: „Wir bekommen oft von Leuten, die etwas zu sagen oder etwas vorzuweisen hätten, spartanische Informationen. Tatsächlich haben wir seitens der Kandidaten überwiegend  mehr mit Understatement zu tun, als mit Übertreibungen.“  Winkler macht Mut, sich selbstbewusster dazustellen. Sein Rat richtet sich vor allem an die Damen, die zu oft ihr Licht unter ihren Scheffel stellen.

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